Neulich schrieb ich über dasselbe Thema, nur setzte ich davor den Begriff, man kann sagen, das moralische Urteil: Ausbeutung. Ich hörte jemanden sagen, ohne Ausbeutung könnten wir nicht leben. Mir ist das zu undifferenziert, zu selbst entschuldigend, ohne sich wirklich zu entschuldigen.

Eine der längsten Reisen führt vom Hirn ins Herz. Für Antrieb und Reisegeschwindigkeit gilt der Satz von Buddha: „Was der Mensch häufig erwägt und sinnt, dahin geneigt wird das Herz.“ Welchen Neigungen wir folgen, entscheidet über Richtung und Ziel. Dabei gibt es auch Irrwege. Achten wir also auf einen guten Reiseführer.

Auf dem Tisch türmen sich die Stapel, im Computer türmen sich die Aufgaben, im To-do-Programm stapelt sich das Dringende. Und egal, wie sehr ich versuche, der Sache Herr zu werden, ich versinke tiefer in den tiefen Höhlen des Unerledigten.

Als ich noch dachte, es geht nur mir so turbulent, fühlte ich mich gleich noch schlechter. Seit ich weiß, dass es viele Seelenverwandte gibt, komme ich mit meinen Herausforderungen viel besser klar.

Ich entschuldige mich gleich zu Beginn, dass ich meine Schreibpause letzte Woche vergessen hatte, anzukündigen. Dass mein „Urlaub“ dann anders als geplant verlaufen ist, könnte man insofern in die Kategorie „Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort“ schieben.

Nach einer Zeit von Magerjahren genieße ich fette Jahre, zahllose Pflanzen, reiche Frucht, himmlische Ernten hervorbringend. Nicht unbedingt im Außen sicht- oder spürbar und auch ganz und gar nicht ohne Schmerzen.

Am 4. Mai findet im Higashi Honganji Buddhist Temple in Los Angeles eine weltweite buddhistische Gedenkfeier für die asiatisch-amerikanischen Vorfahren statt. Im Gedenken an die Opfer zweier Jahrhunderte antiasiatischer und antibuddhistischer Gewalt in den USA.

Die Daseinsanalyse des Buddha beschreibt eine Welt, in der ein „Ich“ auftritt. Dabei stehen im Prozess des Bewusstwerdens einem oder mehreren Sinnen die entsprechenden Sinnesobjekte gegenüber. Dort, wo die Sinnesobjekte sind, sagt der Mensch "Welt", und da, wo die Sinne sind, sagt er „Ich“. 

Wohin geht es, wenn in der Zeit der Lebensmitte kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und nichts mehr so ist, wie es einmal war?

Dieses große Geheimnis verbindet uns mit dem Leben. Atmen wir nicht mehr, sterben wir. Manche von uns würden so weit gehen zu sagen: Kann ich nicht mehr schreiben, sterbe ich (seelisch, emotional).

Wie in vielen Bereichen des Lebens gibt es auch beim Meditieren kein eindeutiges ‚Richtig‘, aber viel ‚Falsch‘. Meine – nicht abgeschickte – E-Mail an einen Freund beschäftigt sich mit der Antwort auf seine in einer E-Mail gestellte Frage: „Wie meditiere ich richtig?“

Freunde sind die Menschen, die uns neben unserer Familie am nächsten stehen, die uns am besten und uns oft auch über sehr lange Zeit kennen. Damit nehmen sie eine besondere Position ein, wenn es darum geht, wieder gut zu uns zu finden, wenn es uns gerade nicht gut geht.

Diese spannende Phase in der Lebensmitte zwischen vierzig und sechzig Jahren, in der du von einer Lebensphase in die nächste gehst, kann schon richtig fordernd und anstrengend sein.

Es ist leichter, über Schatten zu schreiben, als darüber zu sprechen. Besser wäre noch, ein Gedicht in drei Minuten dazu zu schreiben. Die unterliegen nicht unserer Kontrolle und schon gar nicht unserem Kontrollbedürfnis.

Es gibt Grundbedürfnisse in Beziehungen, die uns in der Regel nicht bewusst sind. Doch lernt man sie kennen, hat man auch die Möglichkeit, sich bewusst auf sie zu beziehen und achtsam mit ihnen umzugehen.

Im Konflikt fühlen wir uns oft so, als hätte jemand einen wichtigen Stecker gezogen. Alles gerät durcheinander. Klar denken und angemessen reagieren kann ich oft erst, wenn der Konflikt schon lange vorbei ist. Aber dann ist es zu spät.

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglicht eine ganz werdende Welt. Im neuen Zeitalter der Komplexität steht die Gesellschaft erneut vor großen Veränderungen. Wir müssen unser Bewusstsein deutlich erweitern, sowohl im wissenschaftlichen als auch im spirituellen Bereich.

Zu keiner Zeit und an keinem Ort sind wir je allein. Jeder von uns ist eine lebendige, vieldimensionale und vernetzte Matrix; wir sind miteinander, mit unseren Vorfahren und mit allem Lebendigen verknüpft.

Nun haben wir März. Der Lockdown wurde gelockert, doch es ist alles sehr unübersichtlich, unklar, die ganze aktuelle Lage sehr unsicher und kann sich von Tag zu Tag ändern. Wie kann man es in dieser Situation, in seinem Alltag schaffen, ruhig und gelassen zu bleiben?

Covid-19 ist wie ein ganz aktuelles Zwischenzeugnis unserer Welt. Die Corona-Pandemie ist mit vielen anderen gesellschaftlichen Dauerproblemen verknüpft, wie mit institutionellem Rassismus, Missachtung der Rechte von Frauen und Mädchen oder der sich beschleunigenden Klimakrise.

Ohnmacht ist ganz schwer auszuhalten. Nur so schnell wie möglich wieder loswerden ist das Gefühl, wenn sie da ist – aber wie?

Meine Mutter hat eine ganz gute Intuition. Leider folgt sie ihr nicht immer. Weshalb ich es auch nicht tun kann. Doch wenn ich einmal einen Impuls von ihr bekomme, schaue ich schon mal, wohin er mich führt.

Ich habe durch einen Vortrag, den Norman Fischer gehalten hat, verstanden, was Lehrer*insein im Kern bedeutet. Er meinte es vor allem in Bezug auf spirituelle Lehrerschaft, die uns beim Leben in Anstand und Würde, nach moralischen Grundsätzen und im Einklang mit dem kosmischen Gesetz leben und auch sterben hilft.

Man sollte ja immer mal wieder etwas Neues ausprobieren – gerade wenn der Frühling vor der Tür steht. Eine neue Gymnastikübung zum Beispiel. Vorher sollte man aber die Kniescheibensehne fragen, ob sie das mag.

Irgendwie bleiben wir immer gleich, und doch sind wir nicht mehr die, die wir vor zehn oder zwanzig Jahren waren. Was hat es eigentlich mit dem Thema Persönlichkeit und Veränderung auf sich?

Acht Wochen hat dieses Jahr schon wieder auf dem Buckel, und früher als erwartet wärmt uns die Sonne auf. Jetzt fehlt nur noch das Meer. Oder entsprechende Reisefreiheit. Dabei reicht mir schon eine Fahrt nach Tirol.

In der TCM ist das Ohr das Sinnesorgan für das Element Wasser. Seit Anfang des Jahres beschäftigen meine Yogis und ich uns intensiver mit diesem Körperteil. Langsam nehmen das bewusste Horchen und die Konzentration auf meine Ohren in meinen Alltag etwas mehr Platz ein, als das früher der Fall war.

Ananda war der Cousin und Lieblingsjünger von Shakyamuni Buddha. Ananda ist ein Sanskritwort und bedeutet „Abwesenheit von Unglück“ bzw. „Freudige Glückseligkeit“. Schmerz versunken im Meer freudiger Glückseligkeit. 

Wenn man keine Reise tut, kann man das dafür vorhandene Budget anderweitig verbraten. Dass dabei ein Gerät mit bewegten Bildern mein Haus entern würde, war irgendwie nicht abzusehen.

Der Titel ist geliehen vom Autor des auch ins Deutsche übersetzten Buches „Unseren Platz einnehmen – Der buddhistische Weg zum wirklichen Erwachsen-Sein“ von Norman Fischer*. Aber wie soll ich meine tiefe Resonanz dazu in Worte fassen?

Manchmal entdecken Menschen auf ihrer Lebensreise, dass sie sich ihrer Ursprungsfamilie nicht mehr zugehörig fühlen, vielleicht auch nicht mehr den Freundinnen und Freunden und Kollegen einer bestimmten Lebensphase, vielleicht auch nicht mehr einer Stadt oder Sprache.

In diesem Podcast beschäftigt sich Prof. Dr. Meinhard Knoll mit überweltlichen Wesen, den Devas. Er gibt Einblicke in die Qualitäten der himmlischen Welt und geht der Frage nach, ob diese für irdische Menschen möglich ist.

Und immer wieder zu sich nach Hause kommen: zur Einfachheit, zur Stille, zum Bezeugen dessen, was ist. Heute möchte ich das Hohelied des stillen Sitzens singen, das weit unterschätzt wird von denen, die es nicht kennen und üben.

Der ist ja für uns Deutsche und Österreicher interessant. Unsere Synagogen und christlich-jüdischen Gesellschaften, unsere politischen, aufgeklärten und progressiven Kräfte, die vielleicht etwas eher an Inklusion interessiert sind, fühlen sich heute aufgerufen, sich zu äußern.

Der heutige Beitrag handelt vom schleichenden Beziehungsverlust durch Corona und warum uns das so zusetzt. Wir sind in gewisser Weise gefangen wie Vögel im Käfig. Und auch wenn vielleicht genug Futter da ist, fehlt uns doch etwas sehr Wichtiges.

Es ist Januar, und das neue Jahr 2021 hat begonnen. Die Corona-Pandemie beeinflusst uns weiter und lässt kaum ein gemeinsames Miteinander zu. Die Stimmung ist weiter sehr angespannt und auch niederdrückend. Wirkliche Freude zu erfahren, ist zurzeit gar nicht so einfach.

Wie oft sind wir mit uns selbst in Konflikt, obwohl wir unser Bestes getan haben. Und wie gehen wir dann mit uns um? Was ist ein achtsamer Umgang mit mir selbst, bei dem ich mit mir selbst herzlich umgehen kann?

Meinem Partner gegenüberzusitzen und ihm zu sagen, was die Partnerschaft für mich bedeutet – das klingt wie etwas, das man ganz natürlich einfach ab und zu macht. Doch in der Realität kommt man oft gar nicht auf die Idee.

Wenig hat mich im vergangenen Jahr so stark bewegt wie die Übung, meine Geduld und ihre Grenzen kennenzulernen. Bei manchen Themen ging es darum, meine Grenzen zu erweitern, in anderen Feldern wollten die Grenzen auch enger gefasst werden. 

Die Zeit scheint zu laufen, doch in Wirklichkeit sind wir es, die laufen. Die Zeit ist immer da und steht einfach zur Verfügung. Wenn wir langsamer werden, spüren wir das wieder. Und dann fühlt sich das Leben anders an. Dann komme ich in ein achtsames Lebensgefühl.

Wenig eignet sich so gut dazu, die eigenen Schreibkünste zu verfeinern, wie das Schreiben von Briefen. Traditionell wurde in unseren Breiten viel geschrieben zum Fest der Feste, von Schlachtfeldern, aus Gefängnissen und zurück, aus Exilen, freiwilligen und erzwungenen, aus Kinderstuben und zurück.

Manchmal explodieren wir emotional in einer Situation und brauchen dann oft lange Zeit, bis wir uns wieder beruhigen und gut zu uns kommen. Warum ist das so, und wie komme ich besser raus?

Es war so erhellend zu hören, was mein Lehrer sagte: Zen ist nicht Meditation – was ich schon wusste, aber der leichteren Verständlichkeit halber öfter sagte.

Die Entdeckung der Langsamkeit ist für mich ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Denn die Langsamkeit berührt auch das Herz der Achtsamkeit. Langsamkeit führt in Beziehung. Und Beziehung ist die Nahrung, die wir zum Leben brauchen.

Ich habe Schwellen immer geliebt, oft über sie und ihren Sinn nachgedacht. Wahrscheinlich gibt es dieses Wort erst, seit der Mensch sesshaft geworden ist – oder brauchen wir sie, diese äußeren und inneren Haltepunkte, bevor wir weitergehen?

Manchmal wünscht man sich eine Münze, die nicht nur „ja“ oder „nein“ signalisiert, sondern gleich ein ganzes Lösungsbündel liefert. Bis es so etwas auf dem Markt gibt, muss ich darauf warten, was mein Gehirn an Möglichkeiten ausspuckt.

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