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Dr. phil. MoonHee Fischer

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„Was eines ist, ist eines. Was nicht eines ist, ist ebenfalls eines.“ (Zhuangzi)
Jenseits eines dualistischen Denkens, im Nichtgeist, gibt es weder das Eine noch ein Anderes. Wo das Eine sich von einem Zweiten abgrenzt, ist keine Einheit, sondern Zweiheit. Die Erfah-rung des Einen – ich bin alles und alles bin ich – ist keine intellektuelle, sondern die Erfah-rung des leeren Herzens. In der Leerheit des Herzens sind alle Trennungen und Grenzen ab-gefallen. Das, was bleibt, ist eine Leere, die bis zum Rand voll ist. Die Leere, die bis zum Rand voll ist, ein Ausdruck des indischen Weisen Sri Nisargadatta Maharaj, findet im Zen ihre Entsprechung im gewöhnlichen Alltagsgeist. Das universelle Eine hat nichts mit „heilig“ oder mit etwas Außergewöhnlichem zu tun – es offenbart sich im alltäglichen Leben mit seinen ganz gewöhnlichen Verrichtungen. Zen-Meister Bankei antwortet auf das Wunder des Lebens:

„Mein Wunder ist Folgendes: Wenn ich hungrig bin, esse ich; wenn ich müde bin, schlafe ich.“

Als Zen-praktizierende Philosophin verstehe ich meine Antworten als einen interkulturellen und interreligiösen Dialog. Alle Wege sind ein Weg. Nicht entweder-oder, sondern sowohl-als-auch. So „lasst uns darüber hinausgehen, alle gemeinsam, darüber hinausgehen und noch jenseits des Darüber-Hinaus, lasst uns das Ufer des Satori betreten“. (Herzsutra, das Sutra der höchsten Weisheit)
Seit 2011 Der Weg des Friedens – philosophisch-spirituelle Praxis: Schwerpunkte mediale Supervision und Hypnose

Veröffentlichungen

2020 bis 2022 Satsang-Kolumne auf Yogaworld – Home of Yoga.de
2020 Von Herz zu Herz-Kolumne auf Julia and the lovebirds.com
2020 Buch Wir erleben mehr, als wir begreifen. Studien zur Bedeutung und Interpretation des mystischen Weges der Leere und Fülle in fünf religiösen Traditionen (https://eos-verlag.de/wir-erleben-mehr-als-wir-begreifen/)

www.derwegdesfriedens.de