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Die alte Welt hat mich wieder, und auch das Nachdenken über die Vor- und Nachteile meines ‚normalen‘ Lebens ist zurückgekehrt. Die Frage, die sich stellt: Muss ich wirklich alles?

Es hat schon etwas, nach längerer Abwesenheit in die eigenen vier Wände zurückzukommen. Vor allem wenn das Zuhause eine Kulmination des eigenen Lebens ist und man den Kopf in keine Richtung drehen kann, ohne daran erinnert zu werden. Nur gut, dass ich mit meiner Vergangenheit auf gutem Fuße stehe, sonst müsste vermutlich an meiner Haustür dieses neumoderne Schild „Vorsicht, Triggerwarnung!“ hängen.

Wie ich mit meinen Triggern umgehe, habe ich im Laufe der vergangenen Jahre ganz gut gelernt. Und deshalb nehme ich jetzt meine Routinen und Rituale unter die Lupe, vor allem eines: das Auf-dem-Laufenden-Bleiben. In Südafrika bin ich davon weitgehend befreit, weil ich mir immer denke, dass ich an dem, was in der nördlichen Hemisphäre während meiner Abwesenheit passiert, eh nichts ändern kann. Ist vielleicht kurzsichtig, aber 9.000 Kilometer Distanz hinterlassen ihre Spuren im Mindset. Einmal habe ich in den vergangenen Wochen den Versuch gemacht, in die nördliche Nachrichtenwelt einzutauchen, doch ein kleiner Anfall von ADHS hat mir gezeigt: Wirklich einen Bezug kann ich nicht herstellen. Also habe ich es gelassen und mich wie immer darauf konzentriert, was vor meinen Füßen passiert ist.

Nach den ersten 24 Stunden zu Hause ist es wieder da, dieses Gefühl, auf dem Laufenden sein zu müssen. Ob das eine journalistische Krankheit ist oder reine Neugier, kann ich schwer sagen. Doch es ist Teil meines Morgenrituals, meinen favorisierten Radiosender anzuklicken und mir einzelne Beiträge anzuhören. Ich bin ja eh schon selektiv unterwegs, seit ich meine Interessen auf fünf Themenbereiche eingegrenzt habe. Doch selbst bei diesen ist es schwierig, eines zu finden: positive Perspektiven.

Es läuft mehr oder weniger stets auf Pleiten, Pech und Pannen hinaus. Und ich frage mich, ob ich nicht selbst Schuld daran trage. Nicht an den drei Ps, aber daran, was ich mir für die morgendliche Einstimmung aussuche. Anders als bei manchen Printmedien, wo die Schlagzeile mehr verspricht, als der Artikel hält, schreibt der Radiosender stets das hin, was ich zu erwarten habe. Und wenn da beispielsweise steht, dass es einen verstärkten Rechtsruck in der Bevölkerung gibt, dann kriege ich das auch auf die Ohren. Insofern kann ich also kein Medienbashing betreiben, sondern mir nur über meine Auswahl Gedanken machen.

Sendepause

Und diese Gedanken zeigen mir, dass ich in einer Zwickmühle stecke. Zum einen bin ich überzeugt davon, dass alles mit allem zusammenhängt. Und zum anderen gefällt mir nicht, was da zusammenhängt. Zum einen will ich wissen, womit ich zusammenhänge, zum anderen gefällt mir nicht, was ich höre. Weil der Fokus eben sehr häufig auf dem liegt, was nicht funktioniert, was besorgniserregend ist oder sein kann, was es nicht alles zu befürchten gibt. Vielleicht hängt meine Zwickmühle damit zusammen, dass ich bei den negativen Schlagzeilen in ein Gefühl der Hilflosigkeit hineinfalle. Denn wenn etwas schlecht läuft, bin ich die Erste, die nach Lösungen zur Verbesserung sucht. Wenn sich also Menschen in eine Einstellung flüchten, die ihnen meiner Meinung nach nicht guttut, will ich Argumente finden, um sie vom Gegenteil zu überzeugen. Wenn Menschen verängstigt sind, will ich ihnen Mut machen. Wenn sie wütend durch die Gegend brandschatzen, will ich sie beruhigen. Doch kann ich das? Meistens nicht.

Mein ältester Sohn sagt immer, dass jeder Mensch dazu beitragen kann, die positive Frequenz der Welt zu erhöhen. Und das versuche ich ja auch. Trotzdem tönen nach wie vor die Katastrophen aus den morgendlichen Lautsprechern und geben mir das Gefühl, dass ich offensichtlich noch mehr versuchen muss, die positive Frequenz der Erde zu heben. Doch kann ich mehr tun, als ich eh schon ausprobiere? Nicht ohne spirituelles Burn-out.

Und deshalb bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich von einem meiner Morgenrituale zu verabschieden und trotzdem hoch frequent zu schwingen. Irgendwo werden meine Wellen schon ankommen, zumindest bei den Menschen in meinem Leben. Sie verlieben sich, treten neue Jobs an, experimentieren und wagen sich aus ihrer Komfortzone heraus. Dass ich durch die Informationsdiät vielleicht den Anschluss an Krieg und Katastrophen verliere, mag sein. Doch am Ende des Tages möchte ich mit Dankbarkeit auf das Gute in meinem Leben blicken und nicht daran verzweifeln, was andere in ihrem Leben versäumen. Der Radio bleibt ab sofort aus. Sendepause.

Weitere Beiträge von Claudia Dabringer finden Sie hier.

Bilder © Pixabay

Claudia Dabringer

Claudia Dabringer

Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg mit allem, was zu einer Studentenzeit dazugehört. Mehrjährige Konzentration aufs Radiomachen, bis alles durchexerziert war und das Schreiben wieder im Kopf präsent wurde. Seitdem freie Journalistin und als Fachtrainerin & Schreibpädagogin...
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