Achtsamkeit & Meditation

Der vierteilige Ursache\Wirkung-Achtsamkeitskurs – Teil 2.

MBSR Body-Scan
Unser Körper sendet in jedem Augenblick eine Fülle von Signalen. Meist bekommen wir sie allerdings nicht mit. Dieser Body-Scan lädt dazu ein, die Körperempfindungen bewusst zu spüren, ohne etwas zu ignorieren oder anders haben zu wollen.
Die Übung stammt aus dem MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction) und kann jederzeit und in unterschiedlicher Länge im Tagesverlauf praktiziert werden. Die eingesprochene Anleitung in diesem Podcast dauert fünfzehn Minuten. Sie ist kompakter als der „klassische“ Body-Scan, der üblicherweise eine Dauer von dreißig bis 45 Minuten hat.
Wichtig ist zunächst, eine angenehme Position im Liegen zu finden. Wenn es körperlich möglich ist, die Beine ausstrecken und die Füße locker auseinanderfallen lassen. Die Arme liegen neben dem Körper. Die Hände können aber auch auf den Oberschenkeln, dem Bauch oder den Hüften liegen. Die Augen können geöffnet sein oder sich schließen, so wie es angenehm ist.

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In der Übung werden verschiedene Stellen am und im Körper angesprochen, denen wir uns nach und nach zuwenden können. Die Aufmerksamkeit wandert dabei langsam nach oben durch den Körper und „scannt“ die Körperempfindungen: in den Füßen, Unterschenkeln, Knien, Oberschenkeln, im Beckenbereich, Rücken und an der Vorderseite des Rumpfes, den Fingern, Händen, Armen, Schultern sowie im Hals- und Kopfbereich.
Es ist völlig okay, in manchen Körperregionen zunächst wenig oder „nichts“ zu spüren. Dennoch die Aufmerksamkeit auch dort verweilen lassen. Wenn Ablenkung geschieht, kann dies bemerkt werden, sodass die Aufmerksamkeit sanft wieder zum Körper zurückkehren kann.
Mit etwas Übung können die Signale unseres Körpers wichtige Hinweisgeber sein, um im Alltag den eigenen Stressreaktionen immer genauer auf die Spur zu kommen, weniger automatisch zu reagieren und bewusster zu leben.

Teil 1 finden Sie hier.

Bilder © unsplash

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