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Menschen töten andere Menschen. Auf Befehl oder aus Notwehr. Auch aus Hass. Propaganda überall, die Wahrheit leidet, Menschen sterben. Wozu führen wir Krieg?

Laut Buddha sind Verblendung (insbesondere "Ich-Wahn"), Gier und Hass die häufigsten Ursachen für Leid in der Welt von Samsara.

Welche Gegenmittel nennt uns der Buddha?
Er nennt uns Mitgefühl und Weisheit als Gegenmittel gegen unheilsame Geistesgifte.
Mitgefühl, verbunden mit Weisheit und Tatkraft, sind uns Buddhisten Wegweiser zum Frieden.
Avalokiteshvara/Guan Yin sind uns Vorbilder.
Als Normalbürger sind unsere Möglichkeiten oft begrenzt. Aber tausend kleine Dinge ergeben auch etwas Großes und sind somit heilsam.
Deshalb wäre meine Bitte an die Menschen, tut etwas, spendet, bietet sozialen Einrichtungen Hilfe an, werdet, wenn sich Möglichkeiten bieten, aktiv für die, die unsere Hilfe benötigen.
Gleichzeitig bitte ich auch darum, objektiv zu bleiben, Verallgemeinerungen zu lassen, jeglichem Hass keinen Nährboden zu geben.

Möge es uns allen gelingen, in Frieden zu leben.
Möge es uns Menschen gelingen, uns im Gegenüber zu erkennen, als fühlendes Wesen.
KriegFa Yi Shakya, Chan Lehrer

Dieser Beitrag ist Teil einer Sammlung an Statements buddhistischer Lehrerenden für den Frieden in der Ukraine.

Bild Fa Yi Shakya © Privat
Bild Header und Teaser © Unsplash

Kommentare  
# Bodo Matthes 2022-03-27 23:48
Mitgefühl und Weisheit als Gegenmittel des Buddhas - auch gegen einen Angriffskrieg? Man kann es ja mal versuchen: Würde der Siddharta Gautama auferstehen und testweise zum NATO-Generalsekretär ernannt, könnte er ja gerne versuchen, mit Friedensappellen versehene rosarota Wattebäusche über dem Kreml abzuwerfen. Vielleicht würde dies den armen egomanen Putin ja davon überzeugen, das Krieg nicht der Weg ist und sich besser aus der Ukraine zurückzuziehen. Dann könnte auch Ukrainer ihre Selbstverteidungswaffen niederlegen, die ja schließlich auch nur schlechtes Karma(?) erzeugen.
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