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In einer Welt der ständigen Ablenkung und der Suche nach immer Neuen ermutige ich dich, deine eigenen achtsamen Rituale zu finden.

Im Verlauf der fünf Jahreszeiten nach der TCM-Lehre (Winter, Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst) stelle ich dir in dieser Blogreihe ACHTSAMKEITSRITUALE vor, die dich einladen sollen, zu experimentieren. Obwohl die vorgestellten Rituale mehrheitlich Bezug zu den Jahreszeiten haben, müssen sie nicht auf diese begrenzt bleiben.

Achtsamkeitsrituale schenken Eigenzeit. Sie ermöglichen dem Menschen, sich selbst zu begegnen, und zwar mit einer Freundlichkeit und Selbstfürsorge, die einem in dieser Welt – geprägt von Arbeit, Kampf und Konsum – schon fremd geworden sind. Weil Rituale Wiederholungen sind, schaffen sie einen Rhythmus im Alltagsleben, und dieser Rhythmus kann heilsam sein, weil er in Raum und Zeit stattfindet, die einem nicht gegeben werden, sondern für die man sich bewusst entscheiden muss, will man vom ewig kreisenden Hamsterrad einmal aussteigen.
Das menschliche Leben im Allgemeinen und insbesondere Körper und Geist unterliegen genauso wie die Natur einer stetigen Veränderung. Die Jahreszeiten können in diesem Prozess des Veränderns für Orientierung sorgen, fast so wie ein Kompass.

Der Frühling ist in der TCM die Zeit von Reinigung, Aktivierung und Neubeginn. Den Winterballast loszuwerden, kann in vielerlei Hinsicht helfen, die Energien für einen Neubeginn zu stärken. Dieses Loslassen kann sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene passieren. Eine körperliche Frühlingskur hilft den Organen von Leber- und Gallenblase (Holz-Element) bei der Reinigung und Entlastung. Die TCM empfiehlt frische grüne Nahrungsmittel (Salat), ein bisschen Saures und sanfte, gelenkschonende regelmäßige Bewegung im Freien sowie ausreichend Schlaf. Auf geistiger und seelischer Ebene ist ein „Ausmisten“ hilfreich, das sich zum Beispiel auf die Auswahl von Informationen (Nachrichten, soziale Medien), die wir aufnehmen, oder auf die eigenen Anforderungen, die wir ans Leben stellen, bezieht. Reduktion und Entlastung sozusagen auf allen Ebenen, die die Regeneration fördern und aus der Kraft und frische Energie für Neues erwächst. Wie jetzt auch die Pflanzen aus der Erde wachsen, indem sich die Samenschale öffnet und den Samenkern freigibt. Der Samen verlässt die Sicherheit und Dunkelheit, bereit für ein Abenteuer, das beeinflusst wird von vielen Kräften der Natur: der Sonne, dem Wind, den Insekten usw.
Nicht nur Stärke und Geschmeidigkeit, sondern auch Gelassenheit und Zuversicht braucht das Pflänzchen auf diesem Weg nach oben. Und wie es scheint, trägt es das alles bereits in sich, wenn es die Bodendecke durchbricht. 1600mal600 Blog Astrid Achtsamkeitsrituale im Fruehling Teil 1 4Folgende Woche stellen ich Ihnen drei Rituale für den Frühling vor.

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Fotos Teaser / im Beitrag © Astrid Eder
Foto Header © Filip Baotić - unsplash

 

Astrid Eder

Astrid Eder

Bauernhof Kind mit Studium der Wirtschaftswissenschaften, ehemalige Vielfliegerin für ein Luxuslabel, tauschte Prada gegen Prana unter Einfluss von Panik, mehrjährige Vipassana- und Zenpraxis, Yogalehrerin (500 YAA) mit Hang zu Teekonsum nach Gung Fu Cha, Achtsamkeitslehrerin  und MBSR Lehrer...
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