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Welches Gefühl gibt es Dir, wenn Du Dein Ziel erreichst? Brauchst Du dann schon wieder ein neues Ziel, einen neuen Kampf? Es ist unendlich.


Immer wieder will der Krieger in uns bestimmte Gegensätze im Außen vermeiden und bekämpft damit genau den ungeliebten Pol, den er nicht bereit ist, zu fühlen.

Wer bedeutend und wertvoll sein will, der will weder Bedeutungslosigkeit noch Wertlosigkeit, Abwertung oder Minderwertigkeit fühlen. Wer noch König sein will, der will sich nicht wie ein Narr oder Bettler fühlen. Und so bettelt der Mensch fortlaufend um Anerkennung, weil er geliebt werden will, für seine Kriege, seine Kämpfe, seine Siege, seine Ideale. Es sind seine Abhängigkeiten.
Doch was ist Kampf anderes als Ablehnung und Manipulation der Gegenwart?

Jedem Kampf im Außen spiegelt einen Konflikt im eigenen Innern wieder.
Der Mensch kann offen kämpfen oder er kann verdeckt vorgehen. Das eine ist so wertvoll wie das andere für Deine Selbsterkenntnis.

Der eine ist eben hinterlistig, weil er sich davon mehr Vorteile verspricht, die er auf anderem Wege, auf legalem Wege nicht erlangt. Doch erkenne, wo Du selber ein Fuchs im Leben bist. Der Fuchs soll ja ein Fuchs sein und jedes Krafttier hat lichtvolle Seiten und Schattenseiten.

Es geht immer darum, den Schatten in sich lieben zu lernen, all das, was der Mensch nicht sein will und darum im Außen wie auch in sich selbst bekämpft.

Die Schatten wollen wir zunächst listig vermeiden. Dabei ist der Vermeidertyp ziemlich listig mit seinen Vermeidungsstrategien. Er bezeichnet sie, sich gänzlich Erfolge versprechend, als Erfolgsstrategien, die im Umkehrschluss jeden Misserfolg, jedes Versagen, jede Krise, jede Unsicherheit, jede Angst vermeiden wollen.

Beobachte mal, was ein Mensch alles an Dir oder, was Du alles an anderen vermeiden willst. Und was Ihr dafür alles tut, um vielen Dingen (Gefühlen) auszuweichen.

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Wer spricht wirklich über das, was er fühlt, wenn es so richtig unangenehm wird? Das Unangenehme will der Mensch meist aus seinem Leben verdrängen und so drängt es sich immer wieder auf.

Mache Dir bewusst, was Dich alles stört und, wo Du andere für Deine Störungen verantwortlich machst.

Was kann der andere für Deine gestörten Gefühle, für all das, was Du ablehnst und mit Deiner Ablehnung doch wieder neu schöpfst.

Und so will der Mensch möglichst viel Einfluss und Macht, um alles Ungeliebte, Unschöne und Unlautere aus seinem Leben zu verbannen statt auch diese Schatten bedingungslos zu lieben. Was verbannt ist, das will eines Tages in Dein Herz.

Es sind unsere eigenen ungeliebten, unschönen, unlauteren, ängstlichen Gedanken, die genau solche Situationen neu im Außen hervorbringen.
Wenn Du Deinen Geist bereinigst, dann bereinigen sich auch die ungeliebten Situationen. Deine Wahrnehmung verändert sich. Bitte den reinen, den heiligen Geist um Unterstützung, wenn Du in einer Ablehnung, in einem ungeliebten Gefühl festhängst.

Fühle, was Du alles im Leben vermeiden möchtest, wo Du mal offen, mal verdeckt, mal versteckt agierst.

Beobachte, wen Du beeinflussen möchtest, weil Du Einfluss statt Bedeutungslosigkeit fühlen willst.
Beobachte, wen Du ständig in eine bestimmte Richtung lenken willst, weil Du Dich selbstbestimmt fühlen willst.

Beobachte, wo Du Dir einen Vorteil verschaffen willst, weil Du keine Nachteile spüren willst.

Beobachte, wo Du geschickt und undurchschaubar, ja listig und subtil vorgehst, strategisch eben, um die Gefühle des Habens, Bekommens und Siegens zu erfahren.

Beobachte, wen Du wozu verführen willst. Der eine macht dies auf ehrliche Weise, der andere auf unlautere Weise.

Beobachte, wen Du von einer guten Sache überzeugen willst. Beobachte, wen Du dabei schlechtmachst, weil Du gut sein willst. Andere schlechtmachen oder kritisieren ist keine wirklich gute Sache.

Beobachte, wen Du überreden willst und, wem Du dafür Honig ums Maul schmierst. Jeder hat so seine Strategien. Nimm sie in Dein Herz. Zuckerbrot und Peitsche.

Beobachte, wo Du der Lobbyist bist, der Interessen vertritt, weil Du willst, dass Dein Interesse geteilt wird.

Beobachte, wen Du überzeugen, verändern, bekehren, ja missionieren willst. Auch der Missionar will sich erfahren.

Beobachte, was Du alles zu Deinen Gunsten verdrehst, weil Du die Ungunst vermeiden willst.

Beobachte, was Du verfälschst, enstellst, verfremdest, verschleierst, verdrehst, umkehrst, weil Du gut dastehen willst, im Recht statt im Unrecht sein willst.

Beobachte, wo Du herrschen statt beherrscht werden willst.

Beobachte, wen Du Dir unterwerfen willst, wem Du es mal so richtig zeigen willst, wenn Du Macht hast. Fühle das mal, wie es ist mächtig statt ohnmächtig zu sein, Kontrolle zu haben statt kontrolliert zu werden.

In Wahrheit hat die Liebe die Kontrolle, die uns daran erinnert, dass wir Licht sind.

In dieser Welt erfahren wir uns mit Licht und Schatten, mit Gegensätzen, die wir in unser Herz nehmen oder im Außen bekämpfen können.

Letztlich wird Dich die bedingungslose Liebe zu Dir selbst befreien, wenn Du nicht mehr manipulativ nach einem Ideal strebst, um Dich oder andere dann dafür lieben zu können.

Be blessed – so wie Du bist. Erinnere Dich, dass Deine Essenz Vollkommenheit ist.

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