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Leben

Haben Sie sich schon einmal gefragt, mit welchen Mitteln Sie aus einem Wust von Informationen die Wahrheit destillieren können? Wie findet man die beste Erklärung für ein Phänomen? Die sogenannte Rasiermesserstrategie kann weiterhelfen. Dazu später mehr.

Es ist eine Binsenweisheit, dass der Mensch nach Wissen trachtet. Wir Menschen wollen den Dingen stets auf den Grund gehen, heißt es. „Alle Menschen streben von Natur nach Wissen“, meinte Aristoteles (384–322 v. u. Z.). Neuere Untersuchungen kommen jedoch zu einem völlig anderen Ergebnis.

Zwei repräsentativen Studien, eine davon vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, zeigen, dass Menschen eher dazu geneigt sind, Neuigkeiten aus dem Weg zu gehen. Besonders gravierend zeigt sich das bei erwarteten schlechten Nachrichten. Bis zu neunzig Prozent der Befragten meiden sie lieber. Bei positiven Ereignissen sind es noch vierzig bis siebzig Prozent. Nur ein Prozent der Befragten zieht es jederzeit vor, umfassend Bescheid wissen zu wollen. Die folgenden Zeilen richten sich also an eine Minderheit. Wenn Sie bis hierher gelesen haben, gehören Sie, lieber Leser, liebe Leserin, vielleicht zu diesem einen Prozent. Meinen Glückwunsch!

Was ist Wahrheit?

Wahrheit

Beim Versuch, Erklärungen für Phänomene zu finden, haben wir häufig die Wahl zwischen verschiedenen Hypothesen, die auf den ersten Blick gleichermaßen einleuchten. Wie erkläre ich mir, dass ich bei meinem Partner eine Hotelrechnung aus Hamburg finde, wo er doch in Bern bei einem Seminar gewesen sein soll? Ist seine Ausrede glaubhaft? Wie entscheidet sich ein Gericht zwischen zwei plausiblen Deutungen für einen Sachverhalt?

An dieser Stelle kommt „Ockhams Rasiermesser“ ins Spiel oder auch das „Sparsamkeitsprinzip“. Benannt ist dieses nach dem mittelalterlichen Philosophen Wilhelm von Ockham (um 1288–1347). Von mehreren möglichen hinreichenden Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt sei die einfachste vorzuziehen. Ein Grund, warum dies oft gut funktioniert, ist, dass wenige, simple Annahmen leichter zu überprüfen sind als komplexe Erklärungsnetzwerke.

Gleich an dieser Stelle möchte man einwenden, dass landläufig die Meinung vorherrscht, Menschen wählten deshalb Verschwörungserzählungen, weil sie einfache Antworten auf komplexe Sachverhalte suchten. Auch hier wird es Zeit, mit einem Vorurteil aufzuräumen: Verschwörungserzählungen und Wahnsysteme sind oft komplex. Das ist notwendig, um sie an den Rändern gegen alle Eventualitäten abzusichern. Da schneidet Ockhams Rasiermesser alles Überflüssige weg, und am Ende bleibt der wahre Kern – oder eben auch nur heiße Luft.

Jetzt sind wir gespannt, wie komplex die Erklärung für den Hamburg-Besuch ausfällt.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 122: „Resilienz"

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Hendrik Hortz

Hendrik Hortz

Frank Hendrik Hortz, Jahrgang ‘65, im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, Religionswissenschaftler (studierter ev. Theologe und Philosoph), Journalist und Unternehmer. Erste Meditationserfahrungen vor fast 40 Jahren, Buddhist seit etwa 10 Jahren. Herausgeber und Chefredakteur der Ursache\Wirkung.
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