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Achtsamkeit & Meditation

Der Zen-Mönch Vanja Palmers erzählt über ein Meditationsseminar mit Psilocybin, der wissenschaftlichen Untersuchung und filmischen Dokumentation dazu.

Haben Sie Erfahrungen mit Psychedelika?

Palmers: In Asien beginnt der traditionelle buddhistische Weg mit guten Taten und einem ethischen Lebenswandel. Er führt dann weiter zur Meditation, und wenn alles gut geht, zu einer Erleuchtungserfahrung.

Ich bin ein typischer Vertreter der Hippiegeneration und habe es umgekehrt erlebt: Zuerst hatte ich durch Substanzen eine Erleuchtungserfahrung. Dann habe ich aus lauter Verwirrung, aber auch aus einem Gefühl der Befreiung heraus weitergesucht. Ich bin auf Meditation und Yoga gestoßen und habe festgestellt, man braucht auch einen ethischen Lebenswandel. Ohne diese Erfahrung hätte ich nie angefangen zu meditieren oder wäre ein buddhistischer Mönch geworden. Ich war damals an der Universität und hatte eine Karriere als Kaufmann vor mir.

Stehen viele diesem Weg kritisch gegenüber?

Absolut, vor allem die traditionellen Lehrer aus Asien. Sie haben keine Ahnung davon, weil sie es nie probiert haben.

Und im Westen?

Mein eigener Lehrer, Kobun Chino Roshi, war kein Psychonaut, aber er hat mehr oder weniger alles ausprobiert. Der Grund dafür waren Shunryu Suzuki Roshi, der Gründer vom Zen Center San Francisco, und seine Studenten, die oft von LSD sprachen. Der Roshi fühlte sich aber zu alt, um es auszuprobieren, und bat daher Kobun Chino Roshi, es zu testen.

Ich habe eine lange, intensive Diskussion mit Thich Nhat Hanh geführt, der gänzlich dagegen war. Er wäre aber im Westen nicht so ein bekannter Lehrer geworden, hätten nicht die Hippies aufgrund ihrer psychedelischen Erfahrungen angefangen, sich tiefer mit dem Bewusstsein auseinanderzusetzen.

Vor vielen Jahren gab es eine Studie in der buddhistischen Zeitschrift „Tricycle“. Darin gaben 84 Prozent der buddhistischen Praktizierenden an, vorher eine psychedelische Erfahrung gehabt zu haben. Es ist sehr gut dokumentiert, dass bewusstseinserweiternde Substanzen den Boden für Buddhismus im Westen bereiteten.

Viele Buddhisten sind aber gegen den Gebrauch von Psychedelika …

Häufig werde ich gefragt, ob es nicht gegen das Gelübde ist, ob Psychedelika nicht Körper und Geist vergiften? In meiner Tradition werden Mönchen und Nonnen vier Sachen gestattet: Essen, Kleider, ein Dach über den Kopf und Medizin. Ich sehe es als Medizin für den Geist. Psychedelika klären den Geist, sie trüben ihn nicht.

Wie meinen Sie dies?

Mit einem guten Setting und mit einer guten Vorbereitung ist es bei Weitem der direkteste Weg zu einer Erleuchtungserfahrung. Bruder David Steindl Rast und ich haben als Vorbereitung auf die Studie, die im Film „Descending the Mountain“ dokumentiert wird, im Felsentor einen Kurs angeboten über „Gipfelerlebnisse“. Am Anfang hat Bruder David, der viele verschiedene Traditionen studiert hat, die Runde etwas schockiert, indem er meinte: Die einzige Methode, die zielführend zu so einer Erfahrung führt, seien Psychedelika. Manche haben bei der Meditation auch solche mystischen Erfahrungen, aber kein anderes Mittel hat so eine Trefferquote.

Was war das für eine Studie?

Im Film „Descending the Mountain“ wird eine Studie vom Schweizer Neurowissenschaftler Franz Vollenweider und mir gezeigt. Im Rahmen eines fünftägigen Meditationsretreats in der Stiftung Felsentor nahmen die 40 Teilnehmenden am letzten Tag Psilocybin.

Wie ging die Studie vonstatten?

Die Hälfte der Gruppe erhielt synthetisches Psilocybin. Die andere Hälfte bekam ein Placebo. Wir behielten den Rhythmus der vorangegangenen Tage bei: 30 Minuten sitzen, zehn Minuten gehen, 30 Minuten Sitzen ... Eine Glocke läutete den Wechsel ein. Die meisten schafften es, den Rhythmus beizubehalten, auch wenn die Schritte ein bisschen wackelig waren oder sie vorsichtiger aufgestanden sind.

Alle blieben in der Meditation versunken?

Einzig ein Teilnehmer war komplett überwältigt. Wir haben ihn aus dem Meditationsraum hinausgetragen und in ein Zimmer in der Nähe gelegt. Er meinte später, dass er gespürt hat, dass er mit der Gruppe verbunden war – wie durch eine Nabelschnur, die rund um den Zendo gegangen ist. Dies hat ihn vollkommen beruhigt und mitgetragen.

Mönch

Hatte keiner Ängste?

Kein Einziger hatte mit Angst zu kämpfen. Ich denke, das Setting ist entscheidend. In anderen ähnlichen Studien, wie etwa an der John Hopkins University, kam es schon vor. Wenn man höhere Dosen nahm, hatten zwei Drittel der Leute eine mystische Erfahrung; ungefähr ein Drittel haben auch Angst und Verwirrungszustände erlebt. Normalerweise finden solche Studien in Einzelsitzungen im Spital statt und nicht unbedingt mit Menschen mit Meditationserfahrung. Bei uns nahmen nur erfahrene Meditierende teil. Wir waren in einem Tempel, in dem wir schon eine Woche meditiert hatten. Die Gruppe hat sich auch gegenseitig getragen.

Was ist bei der Studie herausgekommen?

Bei allen Teilnehmenden haben wir vor und nach dem fünftägigen Meditationsretreat ein MRT vom Gehirn gemacht. Bei allen zeigten sich deutliche Veränderungen in den Bereichen, die für Wohlwollen, Mitgefühl, soziale Offenheit und Zufriedenheit stehen. Eigentlich ist es nicht erstaunlich, nach einer Woche Meditation fühlt man sich auch anders. Bei den Teilnehmenden, die Psilocybin erhalten hatten, waren die Veränderungen jedoch größer. Die genannten Zentren im Gehirn waren noch stärker aktiviert.

Wie haben sich die Probanden selbst gefühlt?

Dies wurde anhand von Fragebögen ermittelt. Jeden Tag, während des Retreats und auch nach Abschluss – nach drei und sechs Monaten – gab es eine Befragung. Nach einer Woche des Sitzens fühlten sich alle zufriedener und ausgeglichener, dies hielt auch nach drei Monaten noch an. Die Personen, die aktiv waren, haben aber wesentlich besser abgeschnitten. Was Franz Vollenweiter anhand des MRT sehen konnte, war also auch für jeden Einzelnen spürbar.

Gab es noch andere Auswirkungen?

Einige berichteten, ihre Praxis sei belebt worden. Der Anfängergeist war wieder erweckt. Andere meinten, die Erfahrung war nichts grundsätzlich Neues, sie hatten Ähnliches schon in der Meditation erlebt. Für manche hingegen war es schlechthin die Erfahrung ihres Lebens.

Wem würden Sie abraten, Psychedelika zu nehmen?

Es gibt klare Kontraindikationen, etwa bei Schizophrenie oder auch wenn nur ein Fall davon in der Familie bekannt ist.

Wie kam es zum Film?

Die Studie selbst hat 2014/15 stattgefunden. Ein junges Filmteam hat kurz davor angefragt, ob sie uns filmisch begleiten dürfen. So kamen viele Stunden Filmmaterial zusammen. Darauf aufbauend hat dann einige Jahre später die holländische Regisseurin Maartje Nevejan die Dokumentation „Descending the Mountain“ gemacht. Die ganze Thematik wird mit einer gewissen Leichtigkeit und zugleich Ernsthaftigkeit angegangen. Der Film führt ohne erhobenen Zeigefinger in das Thema ein.

Was, hoffen Sie, bewirkt der Film?

Wenn ich mir die Welt anschaue, sehe ich: Die Menschen sind so im Materialismus gefangen, ein spontanes Erwachen wäre eigentlich notwendig. Die ganze Hippiebewegung war eindeutig durch Substanzen angetrieben und hat viel in der Welt bewegt. Mich würde es nicht erstaunen, wenn Psychedelika eine Rolle spielen würden in zukünftigen Entwicklungen. Vielleicht stellen sich dann alle Fragen wie: Was will ich? Was ist das Leben? Und finden in klarerem Bewusstsein ein echtes Aufwachen.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 121: „Mit allen Sinnen"

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Vanja Palmers, Zen-Mönch, Mitbegründer und Leiter der Stiftung Felsentor sowie Gründungsmitglied vom Haus der Stille, Puregg. Mehr über den Film „Descending the Mountain“ unter www.descendingthemountain.org.

Bild Teaser & Header © Pixabay

Ester Platzer

Ester Platzer

Ester Platzer, 1979, lebt in Wien und ist Mitglied der Chefredaktion bei Ursache\Wirkung. Davor lebte und arbeitete sie viele Jahre in Ostafrika. Ester absolvierte ihr Magisterstudium in internationaler Entwicklung an der Universität Wien.
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