In Aber meiner Tante hat’s geholfen helfen uns die Autoren dabei, wissenschaftliche Falschaussagen zu erkennen und zeigen, wie wir Pseudoexperten von echten unterscheiden können.
Rezension: Aber meiner Tante hat’s geholfen
Kritisch hinterfragt
Die beiden Autoren, Wissenschaftsjournalisten im WDR und Podcast-Hosts von Quarks Science Cops, decken in diesem informativen Buch Tricks und Argumentationen von Herstellern diverser „Heilmittel“ auf, die möglicherweise gar keine sind. Wissenschaft wird von manch Wirtschaftstreibenden manipuliert, vorgetäuscht und sogar geleugnet, mit dem Ziel, ein Produkt zu verkaufen, das im besten Fall wirkungslos ist und im schlimmsten Fall das Leben bedroht. Im Fokus stehen Medizin und Ernährung, Parawissenschaften und Politik werden aber auch miteinbezogen.
Doeckel und Focke geben konkrete Tipps, wie man diesen Praktiken auf die Spur kommen kann. Sie zeigen, was gute Studien von schlechten unterscheidet und wie man selbst aktiv recherchieren kann, um herauszufinden, ob ein Institut, eine Akademie oder eine Gesellschaft wirklich so unabhängig ist, wie sie vorgibt.
Dieses durchaus auch humorvolle Buch macht das Leben zwar nicht einfacher, aber jeden interessierten Leser etwas kritischer in Bezug auf vermeintliche Expertenaussagen, heilbringende Mittel und Ratschläge sowie das eigene Konsumverhalten.
Rezensent: Astrid Eder
Aber meiner Tante hat’s geholfen
Autor: Maximilian Doeckel, Jonathan Focke
Verlag: Rowolt
Seitenzahl: 288 Seiten
Preis: 18,00 €
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