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Buch

Auseinandersetzung mit Rassismus im Buddhismus: „Radikal Lieben“ ist die deutsche Übersetzung des Buchtitels „Radical Dharma“. Das Buch entstand in den USA und bezieht sich auf die Situation dortiger marginalisierter Gruppen.

UW120 REZ GR Radikal Lieben Cover 300dpi buddhismusEs thematisiert tief verwurzelte gesellschaftliche Vorbehalte und Rassismus sowie mangelnde gesellschaftliche Chancen, Ausgrenzung, Armut (es gibt keinen Halt durch ein Sozialsystem), Polizeigewalt oder übergriffige fundamentalistische christliche Gruppen. Speziell Mehrfachdiskriminierungen wirken traumatisierend. Die Autor*innen schreiben als schwarze, queere Dharma-Lehrende und Aktivist*innen aus eigener Erfahrung.

Für viele Leser*innen in den USA bedeutete das Buch einen Wendepunkt. Sie bestätigen, dass es in den (weißen) Sanghas der USA nicht möglich sei, darüber zu reden, dass es dort auch Rassismus gebe und dass die Praxis für die Marginalisierten nicht heilsam sei, sondern zur Verdrängung ihrer Probleme oder gar Retraumatisierung führe. Privilegierte Menschen begannen zu reflektieren, wie sie mit Menschen umgehen, die es nicht sind, und erkannten, dass sie selbst Teil des Problems sind. Der Buddhismus der weißen Mittelschicht lasse eine schwarze spirituelle Kultur, wie sie sich etwa im Christentum entwickelte und auf ihre spezielle Weise kollektives Leid thematisiert und transformiert, nicht zu.

Kritiker*innen des Buches bemängeln, dass das Buch kaum verständlich sei, was auch an den benutzten Begriffen liegt, die nur in Aktivist*innenkreisen bekannt sind. Zudem besitze es keinen roten Faden, sondern sei eher eine Kollage von Erfahrungsberichten, Gesprächen und Essays, ohne eine kohärente Struktur aufzuweisen. Das Buch unterscheidet sich radikal von anderen Dharma-Büchern. Es hat den Charakter einer Verkündigung schwarzer, (multi-)religiöser Spiritualität, die an ihre Wurzeln anknüpft und somit an Lebenswelten, die viele in Europa nur aus der Ferne kennen. Es skizziert eine eigene spirituelle Kultur basierend auf kollektiver Traumabewältigung, die sich mit Verzweiflung und Wut auseinandersetzt und auf gemeinsame Befreiung zielt. Dabei werden eigene, authentische Formen entwickelt. Diese knüpfen an schwarze und indigene Kulturen, deren Spiritualität und Kampf gegen Rassismus und soziale Ungerechtigkeit, wie ihn z. B. Dr. Martin Luther King geführt hat, an. Diese Ideen werden mit dem Mahayana verwoben. „Radikal Lieben“ ist sicher kein einfach zu lesendes Buch. Wer sich den Zugang aber erringt, wird profitieren.
Rezensent: Tobias Trapp

Rev. Angel Kyodo Williams, Lama Rod Owens, Jasmine Syedullah
Radikal Lieben – Buddhismus, Antirassimus und Befreiung
Buch: w_orten & meer 2021
400 Seiten
Print: 14,00 €

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