Buch

 Der deutsche Mönch und Gelehrte Bhikkhu Analayo legt hier ein weiteres Buch zu seinem Forschungsschwerpunkt der theoretischen und praktischen Aspekte der Meditation im Frühbuddhismus vor.

MeditationAnalayo ist vor allem durch die Anwendung der sogenannten vergleichenden Methode bekannt. Sie gilt als zuverlässigste Vorgehensweise, um früheste Schichten alter Texte freizulegen und zum Kern, also zu den ursprünglichen Aussagen, vorzudringen. Dabei wird der Erzählstoff verschiedener Traditionen miteinander verglichen.
In „Mitgefühl und Leerheit“ widmet sich Bhikkhu Analayo eben diesen zwei genannten Themenkomplexen, die im Buddhismus von zentraler Bedeutung sind. Dazu bedient sich der Autor auch in diesem Werk der vergleichenden Methode. Er stellt die betreffenden Texte in Pali, Sanskrit, Tibetisch und Chinesisch nebeneinander und berücksichtigt ebenso zugehörige Kommentarliteratur. Was sich unglaublich theoretisch und langweilig anhören mag, ist sowohl für den Laien als auch für den Experten eine spannende und auf jeden Fall gewinnbringende Untersuchung. Bhikkhu Analayo legt größten Wert auf die Frage, was die herausgearbeiteten Erkenntnisse für die Meditationspraxis bedeuten. Für alle, die an authentischer buddhistischer Meditation interessiert sind, stellt dieses Buch eine Pflichtlektüre dar. Eine unbedingte Empfehlung.


Rezensent: Hendrik Hortz

Analayo, Mitgefühl und Leerheit in der frühbuddhistischen Meditation
Buch: edition steinrich, 2020
352 Seiten
Print: 30,00 €

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