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Diskurs

Ein Offener Brief als letzter Ausweg: Wie Plum Village beim Schutz vor Missbrauch versagte und was sich nun ändern muss.

Kürzlich veröffentlichte eine junge Frau einen Offenen Brief (Offener Brief in deutscher Übersetzung – mit Deepl) an die Zentren von Plum Village sowie zwei Videos bei YouTube. Erstellt hat sie „Jam“, eine ehemalige Aspirantin im Lower Hamlet von Plum Village in Frankreich. Die junge Frau ist nach eigener Darstellung 2024 in Plum Village systematisch manipuliert, gegroomt und sexuell missbraucht worden.

Jam berichtet in den Videos und gegenüber der Ursache\Wirkung von eskalierenden Grenzverletzungen und einem institutionellen Versagen.

Plum Village ist ein buddhistisches Kloster- und Praxiszentrum im Südwesten Frankreichs, das 1982 von Thich Nhat Hahn und Schwester Chan Khong gegründet wurde. Es ist das Hauptkloster der Plum-Village-Tradition und beherbergt eine internationale Gemeinschaft von Mönchen, Nonnen und Laien, die Achtsamkeit, engagierten Buddhismus und gemeinschaftliches Leben praktizieren. Von dort aus ist ein weltweites Netzwerk weiterer Praxiszentren und Sanghas entstanden, die Retreats und Unterweisungen zum „art of mindful living“ anbieten.

Jam kam als Aspirantin nach Plum Village mit dem Ziel, Nonne zu werden. In dieser Phase – geprägt von Idealismus, Unsicherheit und struktureller Abhängigkeit – war eine erfahrene Dharma-Lehrerin zugleich ihre Präzept-Lehrerin und wichtigste Bezugsperson.

Die Lehrerin baute früh eine exklusive Nähe auf: Sie erklärte, Jam solle sie „als Freundin, nicht als Lehrerin“ sehen, schenkte ihr besondere Aufmerksamkeit, versprach Unterstützung auf dem Weg zur Ordination und verlangte zugleich absolute Geheimhaltung darüber, dass sie sich zu Jam hingezogen fühlte. Diese Dynamik entspricht klassischen Mustern von Grooming: gezielte emotionale Bindung, Isolierung, positive Verstärkung (Zuwendung, Geschenke, Versprechen) und negative Sanktionen (Schweigen, Schuldzuweisungen).

Hinzu kam eine Machtasymmetrie. Die Lehrerin nutzte ihre spirituelle Autorität, um Zweifel zu entkräften, Bedenken zu gaslighten und Grenzverletzungen zu normalisieren: Als Dharma-Lehrerin wisse sie, was richtig ist. Die Eskalation verlief schrittweise von Berührungen über geheime Treffen bis hin zu sexuellen Übergriffen, die Jam selbst als sexuellen Missbrauch einordnet.

Zum Zeitpunkt der ersten sexuellen Handlung hatte Jam bereits wiederholt Grenzen gesetzt. Sie war seit Jahren zölibatär auch infolge früherer sexueller Traumata. Die Lehrerin unternahm keinen Versuch, vor der ersten Berührung die Zustimmung dazu von Jam einzuholen. „Ganz zu schweigen davon, dass sie sich um meine schwierige Beziehung zum Thema Sex aufgrund des Traumas kümmerte“, führt Jam gegenüber der Ursache\Wirkung aus.

Der Redaktion der Ursache\Wirkung ist aus zuverlässigen Quellen bekannt, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Es hat bereits zuvor sexuelle Übergriffe durch Mönche oder Nonnen in Plum-Village-Klöstern gegeben. Andere Betroffene hätten von Leid, Grenzverletzungen und Diskriminierung berichtet, die unbeachtet geblieben seien. Besonders schwer wiegt der Hinweis, dass frühere Versuche, bessere Schutzmechanismen zu etablieren, offenbar über Jahre hinweg nicht genügend beachtet wurden.

Als Jam den Missbrauch später meldete, offenbarte sich ein zweites Trauma: das der institutionellen Reaktion. Das sogenannte Safeguarding-Team des Lower Hamlet existiert nach eigener Darstellung erst seit kurzer Zeit und es agierte nach Jams empfinden nicht ausreichend. Wichtige Elemente professioneller Aufarbeitung fehlten: zeitnahe Rückmeldungen, klare Zuständigkeiten, Transparenz darüber, wer welche Informationen erhält, und eine eindeutige Anerkennung des sexuellen Missbrauchs.

Besonders gravierend ist dabei, dass der sexuelle Missbrauch in internen Zusammenfassungen nicht benannt wurde. Von Jam eingebrachte Korrekturen wurden ignoriert. Sie wurde implizit mitverantwortlich gemacht, eine klassische Täter-Opfer-Umkehr. Jam berichtet, dass Lehrende und Nonnen zu wenig Empathie zeigten: „Sie bemühten sich, Dinge zu sagen, die meinen Schmerz anerkannten, aber letztendlich zeigte sich das nicht in ihren Handlungen und ihrer allgemeinen Reaktion auf mich“.

Einige Nonnen vertraten nach Bekanntwerden der „Beziehung“ zwischen Jam und der Lehrerin die Ansicht, Jam habe die Lehrerin von ihrem monastischen Weg abgebracht. Statt Schutz zu erfahren, wurde Jam signalisiert, sie sei ein Risiko für die Gemeinschaft. Eine Rückkehr als Aspirantin wurde ihr verwehrt. Theoretisch könnte sie sich nach dem Ablauf von zwei Jahren wieder bewerben, „aber das bedeutet nicht, dass ich angenommen würde“, so Jam.

Jams Offener Brief soll nun Heilung bringen. Jam formuliert darin klar ihre Motive: Transparenz gegenüber Unterstützer:innen von Plum Village, strukturelle Prävention statt nachträglicher Rechtfertigung, externe, professionelle Schutzkonzepte sowie Anerkennung des erlittenen Unrechts und Wiedergutmachung. Eine Gemeinschaft, die sich auf Achtsamkeit, Gewaltfreiheit und Mitgefühl beruft, darf Machtmissbrauch nicht spirituell überblenden und Betroffene nicht allein lassen.

Will Plum Village glaubwürdig bleiben, bedarf es nun grundlegender Reformen: Unabhängige Schutzbeauftragte mit externer Expertise, klare Meldewege außerhalb monastischer Hierarchien, verpflichtende Schulungen zu Macht, Abhängigkeit und sexualisierter Gewalt, externe Untersuchungen bei schweren Vorwürfen, transparente Aufarbeitung auch vergangener Fälle, und eine Kultur, die Betroffenen glaubt, statt sie zu isolieren.

Missbrauch gedeiht im Schweigen. Plum Village steht nun vor einer Entscheidung: die eigene spirituelle Autorität vermeintlich zu sichern oder sich schützend vor die Menschen zu stellen, die ihren spirituellen Weg mit Plum Village gehen. Der Offene Brief ist eine Einladung, dieser Verantwortung endlich gerecht zu werden.

 

Update am 19. Januar 2023:

Die Ursache\Wirkung-Redaktion bat Plum Village um Stellungnahme zu den Missbrauchsvorwürfen. Plum Village hat umgehend reagiert:

Monsieur Hortz, Rédacteur en chef,

Nous avons bien reçu votre message relatif au message envoyé par Jam. Merci de nous l’avoir envoyé. Veuillez trouver en pièce attachée notre déclaration sur l’intégrité et la protection de tous.tes les pratiquant·es au Village des Pruniers.

Nous souscrivons entièrement à ce que vous avez écrit. Nous avons pleinement conscience du fait que cette situation n’aurait jamais dû se produire au sein d’une communauté spirituelle. Nous savons bien entendu qu’une réponse à posteriori ne peut ni effacer ni réparer les blessures subies.

Depuis 2022, nous avons mis en place des mesures de protection (safeguarding) afin de mieux protéger toutes les personnes qui participent à nos retraites. Nous nous engageons à continuer de faire évoluer et d'améliorer ces mesures.

Nous prenons en considération avec sérieux tous ceux et toutes celles qui nous font part de situations d’abus au sein de nos communautés. Vous évoquez des cas passés : ils ont été traités de manière ouverte et, selon le cas, avec des annonces publiques. Nous sommes déterminés à agir en toute transparence, tout en garantissant la discrétion et la protection de la vie privée auxquelles les parties concernées ont droit.

Nous vous prions d’agréer, Monsieur, l’expression de nos salutations distinguées.

Les sœurs de l'Hameau du Bas
Représentants du Village des Pruniers

Déclaration sur l’intégrité et la protection de tous.tes les pratiquant·es au Village des Pruniers

 

Übersetzung mit Deepl:

Sehr geehrter Herr Hortz, Chefredakteur,

wir haben Ihre Nachricht bezüglich der von Jam gesendeten Nachricht erhalten. Vielen Dank dafür. Anbei finden Sie unsere Erklärung zur Integrität und zum Schutz aller Praktizierenden in Plum Village.

Wir stimmen dem, was Sie geschrieben haben, voll und ganz zu. Wir sind uns voll und ganz bewusst, dass diese Situation in einer spirituellen Gemeinschaft niemals hätte auftreten dürfen. Wir wissen natürlich, dass eine nachträgliche Antwort die erlittenen Verletzungen weder auslöschen noch heilen kann.

Seit 2022 haben wir Schutzmaßnahmen (Safeguarding) eingeführt, um alle Personen, die an unseren Retreats teilnehmen, besser zu schützen. Wir verpflichten uns, diese Maßnahmen weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Wir nehmen alle Personen, die uns Missbrauchsfälle innerhalb unserer Gemeinschaften melden, ernst. Sie erwähnen Fälle aus der Vergangenheit: Diese wurden offen behandelt und je nach Fall öffentlich bekannt gegeben. Wir sind entschlossen, in voller Transparenz zu handeln und gleichzeitig die Diskretion und den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten, auf die die betroffenen Parteien Anspruch haben.

Mit freundlichen Grüßen

Die Schwestern von Hameau du Bas
Vertreter des Dorfes Pruniers

Erklärung zur Integrität und zum Schutz aller Praktizierenden in Plum Village

 

Bilder © Unsplash.com

 

Hendrik Hortz

Hendrik Hortz

Frank Hendrik Hortz, Religionswissenschaftler (studierter ev. Theologe und Philosoph), Journalist und Publizist; Herausgeber und Chefredakteur der Ursache\Wirkung.
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