Das Herz ist schwer in diesen Tagen. Allein die Möglichkeit, dass ein Krieg so nah ist und noch viel näher kommen könnte, ist für mich vollkommen unbegreiflich.

Für eine Einstellung gegen einen Krieg und für schnelle Hilfe, genügt es Mensch zu sein. Sich dafür aber einzusetzen, braucht etwas mehr.

Herr Putin und die Herren Minister und Generäle an den Schalthebeln der Macht in Russland, ich gebe zu, ich habe Ihnen geglaubt, als Sie noch wenige Tage vor Ihrem Einmarsch in die Ukraine verkündeten: „Niemand will Krieg in Europa.“

Lieber Herr Putin, ich möchte davon ausgehen, dass Sie wirklich für die Menschen ihres Landes sorgen möchten, dieses Land stärken.

Neben all den Krisen, etwa der Klimakrise, dem Artensterben und der Corona-Pandemie, kommt gerade noch eine weitere große Herausforderung auf uns zu: der Ukraine-Krieg. Was können wir tun angesichts von so viel Leid, das momentan in der Welt vorhanden ist?

Danke, dass Sie sich kurz Zeit nehmen für diesen (fiktiven) Brief. Es ist ja nicht so, dass buddhistische Lehrende frei sind von unheilsamen Entscheidungen und entsprechenden Taten.

In Zeiten der Unsicherheit und des Krieges, und nicht nur dann, machen wir emotionale Erfahrungen, die sich beängstigend anfühlen. Nicht wenige Meditierende benutzen dann (Vipassana/Achtsamkeits-) Meditation, bewusst oder unbewusst, um diese unangenehmen körperlichen, emotionalen und geistigen Erfahrungen loszuwerden.

Im Straßengraben kauert eine Frau, unter sich ihr Bündel mit einem Laib Brot und Papieren, während hinter ihr die Stadt brennt. Die Frau ist keine Ukrainerin, sondern meine Mutter auf der Flucht aus Frankfurt an der Oder im Jahr 1945.

Die verstörenden Nachrichten und die schrecklichen Bilder vom russischen Überfall auf die Ukraine haben mich an ein Gedicht von Thich Nhat Hanh erinnert – „Nenne mich bei meinen wahren Namen“ – , in dem er die brutale Behandlung der Bootsflüchtlinge nach dem Vietnamkrieg beschreibt und sich auch in die soziale Situation der Piraten hineinversetzt.

Dass Achtsamkeit sich seit Jahrzehnten in der Tiefe mit dem Thema chronische Schmerzen auseinandersetzt, ist weitgehend unbekannt. Leider. Denn das Breathworks-Programm ist eines der ältesten Achtsamkeitsprogramme und hat einen sehr weisen Blick auf den Umgang mit chronischem Schmerz.

Die Coronawelle ebbt langsam ab. Der Frühling mit mehr Sonne und milderen Temperaturen am Tag setzt sich ganz langsam durch. Doch seit kurzem hat sich die Welt radikal verändert. Russland führt Krieg gegen ein Land in Europa, das in Freiheit und demokratisch leben wollte.

Auf Instagram habe ich heute ein Filmchen gesehen mit dem sinngemäßen Titel „Was passiert mit den Herzen nach dem Valentinstag?“ Was für eine Frage! Der 15. Februar ist immerhin der Ehrentag der Singles.

Für viele Menschen ist es außerordentlich beängstigend, dass nach dem Tod nichts von ihnen übrig bleiben könnte, ja, dass wir uns psychotisch auflösen könnten in einen Zustand jenseits unserer Bewusstseinskontrolle und auch jenseits des gewohnten Aufwachens am Morgen.

Gefühle von Sinnlosigkeit, keine Freude in mir zu finden, kein Ziel, das mich motiviert. Das sind alles Phänomene, die damit zusammenhängen, dass ich mich nicht spüren kann.

Kennen Sie das? Sie müssten diese eine Aufgabe dringend erledigen, aber Sie verschieben sie auf morgen. Besser noch auf übermorgen. Das nennt man Prokrastination. Aufschieberitis.

Es ist offensichtlich sogar wissenschaftlich erwiesen: Das Lächeln hat auch auf die lächelnde Person selbst einen heilsamen Einfluss. Sollen wir uns also andere Gefühle wie Traurigkeit, Müdigkeit, Furcht usw. abtrainieren und so tun, als ginge es uns permanent super?

Positive Geisteszustände in dauerhafte neuronale Strukturen zu verwandeln, um im Alltag freudiger und glücklicher zu sein.

Es ist Januar im Jahr 2022. Bald wechseln wir im chinesischen Horoskop vom Büffel- in das Tiger-Jahr. Die Pandemie beschäftigt uns immer noch in unserem Alltag. Viele Menschen sind müde, zermürbt oder wollen es nicht wahrhaben, was passiert. Wie kann man es schaffen, weiter bewusst zu bleiben? Was ist überhaupt „Bewusstheit“?

Warum nicht ich? Diese Frage traf mich in der letzten Woche wie aus heiterem Himmel. Die meisten Einsichten habe ich draußen, unter freiem Himmel, oder beim Einkaufen.

Manche Menschen stehen auf und tun die Dinge, die sie tun wollen, als wäre es gar kein Problem. Andere schieben die Dinge vor sich her, lenken sich ab und sind unzufrieden mit sich und der Welt. Die Emotionen, in denen wir sind, haben einen Energiezustand, und sie prägen unsere Möglichkeiten.

Übersetzung der Geschichte zu Beginn des ersten Kapitels: „Vorstellungskraft“ des Buches* „Die Welt könnte anders sein“ ( Originaltitel: The World Could Be Otherwise – Vorstellungskraft und der Weg des Bodhisattva, S. 1–3, von Norman Fischer).

Das Jahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu. Corona ist wieder im vollen Gange. Die Regierung fordert die Menschen wieder auf zu verzichten: auf Kontakte zu Menschen, auf Feiern zu Silvester, auf Feuerwerk und Böller zum Jahresende. Doch was bedeutet eigentlich Verzicht genau?

Ich möchte Dich zu einem Experiment einladen: Stell Dir vor, wie Du am ersten Wochenende im Januar auf die Weihnachtstage zurückblickst. Und stell Dir außerdem vor, wie Du zufrieden, sogar glücklich zurückblickst.

Jetzt ist er schon wieder weg, der Schnee, der das Weihnachtsfest doch immer wieder mit Sanftheit versehen hat. Zurück bleibt vorerst eine kalte Nässe, die unter die Pullis kriecht und die Sehnsucht nach einem Lagerfeuer ins Kraut schießen lässt. Doch wen wollen wir dort versammeln?

Die Jahreszeitenbeiträge aus der Blogserie Achtsamkeitsrituale sollen eine Anregung sein, das Leben zu entschleunigen, eine tiefere Verbindung zu uns selbst und der Welt um uns herzustellen. Sie sind Impulsgeber für die Entwicklung eigener Achtsamkeitsrituale.

Leider gibt es immer wieder Gefühle in uns, die wir einfach nicht haben wollen, obwohl sie zu uns gehören. Die Wut ist eines dieser Gefühle. Sie führt, wie so viele sogenannte schwierige Gefühle ein Schattendasein im Bereich der Gefühle, die wir weder fühlen noch zeigen wollen.

Langsam kehrt der Winter zurück. Leider ist auch Corona mit voller Wucht zurückgekehrt. Und damit Angst, Unsicherheit und Besorgnis. Wie wird alles weitergehen? Welcher Schutz, welches Konzept ist das Beste? Was ist richtig, was ist falsch?

Die Tageszeitung, die sechsmal in der Woche meinen Briefkasten füllt, hatte eine gute Idee. Sie sammelt Ideen aus der Bevölkerung, wie man den Riss kitten kann. Die Geschichten sind Schritte in die richtige Richtung.

Im Verlauf der fünf Jahreszeiten nach der TCM-Lehre (Winter, Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst) stelle ich dir in dieser Blogreihe Achtsamkeitsrituale vor, die dich einladen sollen zu experimentieren. Obwohl die vorgestellten Rituale mehrheitlich Bezug zu den Jahreszeiten haben, müssen sie nicht auf diese begrenzt bleiben.

Jeder kennt diese Situationen im Leben, in denen man in Beziehung immer wieder das Gleiche erlebt und nur kopfschüttelnd davor steht und es nicht glauben kann. In der Regel ist es dann mysteriös, wie das zustande kommt.

Ich bin immer wieder erstaunt und glücklich, wie einfach diese tiefe Freude zu erreichen ist, wenn ich mir nur vergegenwärtige, wofür ich ehrlich dankbar sein kann.

Es gibt so ein paar Leitsätze der Achtsamkeit, die immer wieder ausgesprochen werden. Und wie immer lohnt es sich, ein bisschen genauer zu schauen, was diese Sätze eigentlich sagen wollen.

Was ist Freiheit? Ein sehr großes Thema. Durch die Coronaimpfung erhält man seine Freiheit zurück, wurde gesagt. Seitdem gilt die 3G-Regelung: genesen, geimpft, getestet. Aus der versprochenen Freiheit wurde eine neue Verordnung.

Schwierige Emotionen auflösen, Schmerzen kennenlernen, Krankheitsherde identifizieren und ihnen heilsam begegnen: Dazu verhilft uns buddhistisches Geistestraining und formale Meditationspraxis.

Letzte Woche war die soziale Seite meines Daseins tarotmäßig durch die „Vier der Stäbe“ gekennzeichnet. Diese Karte steht für ein freudiges Ereignis, und an einem Tag hat sich das alles gebündelt.

Wie manche schon wissen, schätze ich neben der Stille als Lehrerin auch das Gruppenwissen, die Gruppenweisheit, die bei Kreisgesprächen entstehen kann. Doch auch der freie, ritualisierte Austausch zu zweit erstaunt, belebt, erfrischt mich immer wieder.

Es ist an der Zeit, das verhängnisvolle Lebensmodell des ewigen Mehr infrage zu stellen.

Der Atem ist ein ganz zentrales Element in der Achtsamkeit, in der Meditation und im Yoga. Und das hat einen guten Grund. Der heutige Beitrag soll eine kleine Reise in die Bedeutung des Atems für unser Leben und unser Wohlbefinden sein.

Sie ist eben mehr als Worte und zugleich weniger, denn um uns auszudrücken, auch unseren gerade geborenen Babys gegenüber, sprechen wir mit ihnen, formen beruhigende oder ermutigende Klänge und Silben, singen einfache Lieder mit Wiederholungen oder improvisieren.

Probiere ich, ohne Anleitung und Einführung die Meditation zu meditieren, wird meine Erwartungshaltung schnell enttäuscht. Denn die Ruhe, die Meditation verspricht, finde ich nicht, wenn ich einfach nur die Augen schließe.

Meine Erfahrung mit sowohl Meditation bzw. Zen-Praxis, intuitivem oder expressivem Schreiben (was immer Ihnen passender erscheint) als auch Zeugnis-Ablegen-Retreats (bzw. Pilgerreisen) ist die, dass sie sich gegenseitig ergänzen, ersetzen, miteinander verweben (können).

Ich schreibe diese Zeilen an einem Tag, an dem Vollmond, Herbstbeginn und Weltfriedenstag zusammenfallen. Alles sehr symbolträchtig, wie ich finde.

Es ist so bewegend, dass ich aus Bosnien wegfahre und denke, dort könnte ich leben. LEBEN. Ein Leben führen, nah an der Erde, ganz nah – lange hatte ich keine Lehmklumpen mehr an den Schuhen, aß grüne Tomaten, ohne sie vorher zu waschen, schaute auf wellige Wiesen, ohne etwas anderes zu wollen.

In der TCM gibt es eine fünfte Jahreszeit. Den Spätsommer. Das Element Erde steht in seinem Mittelpunkt. Es ist auch der Mittelpunkt aller fünf Elemente. Und es wird in der TCM als eine Übergangszeit von zehn bis fünfzehn Tagen betrachtet.

Die To-do-Liste ist ja so etwas wie ein Synonym für das moderne Leben. Jeder hat eine, und sie wird aufgrund irgendeines Naturgesetzes auch nicht kürzer. Wie gehe ich achtsam damit um, dass ich dem To-do nicht ausweichen kann, und wie finde ich genug Platz für mich selbst in meinem Leben?

Anstrengung ist die vierte Übung des Geistestrainings WISDOM. Sie ist die eigentliche und wesentliche Übung und wird oft in buddhistischen Meditationsgruppen vernachlässigt. 

Herzlichkeit ist ein so zentrales Thema, wenn es um Achtsamkeit geht und um die Fähigkeit, gut in Beziehung treten zu können. Herzlichkeit im Umgang mit mir selbst und anderen ist das, was unser Leben lebendig macht, das, was uns in der Tiefe zugehörig und sicher fühlen lässt.

Es ist zu wenig bekannt, wie Stilleübungen und Schreiben einander befruchten und dass der kreative Akt selber Meditation ist. Wie kann es anders sein! Was ist es, was Künstlerinnen und Künstler verbindet und zu einem Leben oft großer Entbehrungen verpflichtet?

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Dinge das erste Mal zu machen, ist immer etwas Besonderes. Es hat viel mit Entdecken der Welt und dem Entdecken seines Selbst zu tun. Eine Chance auf einen Neubeginn – auf ein erstes Mal – ist immer da. Man muss ihn nur entdecken.

Einerseits waren die letzten Monate die heißesten in Österreich Monate seit Langem. Andererseits hat offensichtlich jeder das Gefühl, um den Sommer betrogen worden zu sein. Das Wetter hat als Small-Talk-Thema Hochkonjunktur.

2019 gab es ein Buch mit dem englischen Titel „The World Could Be Otherwise“, das aus Gründen, die sich mir nicht erschließen, nicht ins Deutsche übersetzt worden ist, noch nicht.

Was für ein Sommer! Für Sie auch? Und das in Zeiten, von denen es immer heißt, es wäre vieles nicht möglich. Wäre noch mehr möglich gewesen, wäre ich vermutlich zum Schreiben dieser Zeilen nicht mehr fähig.

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