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Vollkommen losgelassen, ganz bei sich, nur dem Rhythmus folgend. Tanz kann mehr als nur reine Bewegung sein.

Manche Leute denken, dass sie nicht tanzen können. Sie schämen sich oder glauben, dass Tanzen eher etwas für Softies sei, denn echte Männer tanzen nicht, auch nicht zum Spaß. Nur wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt, wie nach vielen Gläsern Bier, wird getanzt. Schade natürlich, denn Tanzen kann viel Freude machen, ohne nachher einen Kater zu haben. Beim ausgelassenen Tanzen, wenn man komplett loslässt, fühlt man sich mit allen Fasern seines Körpers lebendig. Und ist man ehrlich zu sich selbst: Wenn die Hüften schwingen, sei es in der Kneipe oder zu Hause beim Staubsaugen, hat fast jeder seinen Spaß.

Viele Menschen wissen nicht, dass Tanzen auch eine einfache, schnelle und unterhaltsame Möglichkeit ist, geistige Beschwerden loszuwerden. Tanz und persönliche Entwicklung können ineinandergreifen. Blockaden werden aufgehoben und Spannungen auf spielerische, leichte Weise aufgelöst. Menschen, die sich unwohl fühlen und beispielsweise an Burn-out-Beschwerden und sogar Depressionen leiden, können sich mit Tanz davon befreien. Professionelle Begleitung ist jedoch notwendig, damit auf konstruktive Weise und nach einer bestimmten Struktur Ballast aus der Vergangenheit über Bord geworfen und die eigene Kraft wiedergefunden werden kann. Hilft Sport genau so gut wie Tanz? Bewegung ist natürlich immer gut, aber mit dem Tanzen werden mehr Emotionen berührt. Mit anderen Worten: Getanzt wird mit dem Herzen und trainiert mit den Muskeln.

Die Kraft, den Mut und die Lebendigkeit, die auf der Tanzfläche erfahren werden, verändern auch die Choreografie des Lebens.

Musik trägt dazu bei, den eigenen Lebensrhythmus zu betrachten und anzupassen. Man lernt wieder, dem eigenen Rhythmus zu folgen und weniger von den Erwartungen anderer gelenkt zu werden. Gefühle von Stress und Angst können abgebaut werden. Die Ausstrahlung, die Lebendigkeit und der emotionale Ausdruck werden gestärkt. Tanz trägt dazu bei, dass man selbstbewusster, tatkräftiger und mutiger ist in den Schritten, die man setzt.

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Ein Tanz-Persönlichkeitstraining ist eine entspannte, schnelle und konstruktive Methode, um Blockaden zu beseitigen und Spannungen abzubauen. Dies geht auch ohne langwierige Unterhaltungen und Knirschen im Kopf. Entwicklung findet am schnellsten statt, wenn der Verstand ausgeschaltet ist. Dafür sorgt das Tanzen. Körperliche Energie kann genauer gespürt werden, und Emotionen, wie zum Beispiel in Wut, Traurigkeit oder Vergnügen, finden spielerisch ihren Ausdruck. Wenn im therapeutischen Kontext getanzt wird, führt es dazu, selbstbewusster, sicherer und selbstverständlich mutiger werden. Man tritt mit sich selbst und mit der Welt intensiver in Kontakt. Tanzend werden Spannungen abgebaut, neue Energiequellen freigelegt, Kraft und Lebensfreude hinzugewonnen. Schon kleine Änderungen im Leben können große Auswirkungen haben.

Und um mit einem Klischee aufzuräumen: Männer tanzen nicht. Gerade für sie, oft zerebrale Typen und Kopfmenschen, ist Tanz eine hervorragende Möglichkeit, Gefühle auszudrücken, sich selbst mehr zuzutrauen und die eigenen Qualitäten anzuerkennen und zu akzeptieren, auch die nicht so gewollten, wie etwa Ärger und Wut. Tanzerfahrung ist nicht notwendig, denn nichts ist falsch und alles ist richtig, wenn es darum geht, Freude zu erleben und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Die Kraft, den Mut und die Lebendigkeit, die auf der Tanzfläche erfahren werden, verändern auch die Choreografie des Lebens.

Suzanne Beyer-van Griensven ist studierte Dipl.-Tänzerin und Dipl.-Tanzpädagogin. Sie arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich als Tänzerin und Choreografin. Sie hat eine zweijährige Trainerausbildung in Methoden der Psychologie und Selbsterfahrung absolviert. Von 2012 bis 2020 war sie Co-Trainerin im zweijährigen Merz-Training „Aufbruch, Reifung und Wachstum”. 2013 Ausbildung zum Wingwave-Coach. Seit 2000 ist sie selbstständige Trainerin und Coach.

 

„Tanz dein Leben“
Das Seminar findet in einem geschützten Raum in vertrauensvoller Umgebung statt. Man hat die Chance, sich einfach zu bewegen, ohne Anweisungen und Vorgaben. Es geht darum, sein Bewegungspotenzial zu entdecken und auszudrücken, Blockaden und Verhärtungen aufzulösen und spielerisch in Bewegung zu kommen. Experimentiert wird mit neuen Rhythmen, Geschwindigkeiten und Ausdrucksformen und es wird auch mal „aus der Reihe“ getanzt. Mit diesem Training könne physische und mentale Grenzen überwunden und kann in die Tiefe vorgedrungen werden. Es dreht sich alles um das Ausdrücken von Gefühlen durch Tanz, das Zusammenspiel von Psychologie und Erfahrungstheorie. Jeder kann für sich entscheiden, was mit diesen Gefühlen gemacht werden soll. Wie mit dem Erlebten umgegangen wird, ob man es beibehalten oder verändern möchte. Und was aus dem Seminar in den Alltag mitgenommen wird. Eine immer wiederkehrende Brücke zwischen Training und Alltag wird gebildet, damit die Dinge, die man im Seminar gelernt hat, auch im Alltag angewendet werden können.

Seminar „Tanz dein Leben“
10.–13. Juni 2021 (Donnerstag 17.00 Uhr–Sonntag 14.00 Uhr)
Seminarhaus Leuther Mühle, Hinsbecker Str. 34, D-41334 Nettetal
Keine Tanzerfahrung nötig
Mehr Information finden Sie hier:
www.suzatrainingencoaching.nl/tanz-dein-leben
www.merz-training.de/de/seminar/tanz-dein-leben


Header © Unsplash Weston MacKinnon
Teaser / Bild im Text © Pixabay zhugher

 

Kommentare  
# Suzanne Beyer- van G 2021-04-14 15:41
Schön, freue mich sehr über den Artikel.
Harzlichen Dank an das ganze Team! Herzliche Grüsse aus NL Suzanne
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