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Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglicht eine ganz werdende Welt. Im neuen Zeitalter der Komplexität steht die Gesellschaft erneut vor großen Veränderungen. Wir müssen unser Bewusstsein deutlich erweitern, sowohl im wissenschaftlichen als auch im spirituellen Bereich.

Für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen und der Erde ist es wichtig, dass wir alle mehr über die Natur und Wirkung kollektiver Traumata erfahren. Solange wir uns nur mit den äußeren Auswirkungen befassen, dringen wir nicht zu den Ursachen vor. Wir müssen wie Bewusstseins-Chirurgen vorgehen und uns nach innen wenden, um uns mit der gemeinsamen karmischen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Die gestauten Energien unbewusster und unethischer Entscheidungen kommen wieder in Bewegung, und jetzt spüren und sehen wir die energetischen Rückstände früher begangener Gräueltaten. Überall auf der Welt macht uns ein vertieftes Gewahrsein im Hinblick auf Beziehungen aufgeschlossener für die Erfahrungen anderer und die eigenen. Wir brauchen nicht um die Welt zu reisen, um zu spüren, dass wir alle miteinander verbunden sind. Wir übersehen nicht mehr den Zustand unserer Umwelt und die Bedrohung der Lebensräume. Wir spüren es im Körper als etwas, das uns angeht.

Die Leiden der zum Dorf gewordenen Welt sollen uns klarmachen, dass es kein ‚da draußen‘ mehr gibt. Alles ist hier drinnen. Das erschreckt uns erst einmal, denn plötzlich spüren wir das ganze Gift, die nuklearen und sonstigen Abfälle, die in die Natur schwappen und sich in unserer gesamten Nahrungskette wiederfinden, zuletzt auch in unserem eigenen Körper. Wenn wir uns zur Integration kollektiver Traumata zusammenfinden, ist das ‚Umweltaktivismus‘.

Um die menschengemachte Klimakrise zu lösen, müssen wir den Blick erst einmal auf uns selbst richten. Da mögen noch so viele internationale Resolutionen unterzeichnet werden; solange alte Traumata ungelöst sich selbst überlassen bleiben, wird es immer Unterzeichner geben, die doch wieder ausscheren. der karmische Wiederholungszwang wird doch dafür sorgen, dass einige wieder schummeln und andere gar nicht erst mitmachen.

verbunden

Weitere Beiträge von Thomas Hübl finden Sie hier.

Header/Teaser © unsplash

Kommentare  
# Barbara Doublevé 2021-03-31 11:09
Ja. Allerdings zu glauben, dass ich alles in mir "gelöst" haben muss, bevor ich im Außen aktiv werden kann, ist mAn ein Irrweg .... jedenfalls ein Unweg. Ein langer, mitunter.
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