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Gerade Krisen, Einschränkungen, Behinderungen, Verbote, Verluste, Entbehrungen, Entsagungen, Zwänge und Unfreiheiten können ganz bewusste Erfahrungen der Liebe sein.


Nichts geschieht zufällig im Leben, auch nicht dann, wenn uns solche Situationen zufallen, die wir so gar nicht wollen, die wir ständig (süchtig) zu vermeiden oder unbewusst zu kontrollieren versuchen.
Unsicherheit im Leben lässt sich nicht wirklich vermeiden, aber lieben lernen. Sicherheit ist eine Illusion, solange der Mensch glaubt, er könne jemals Sicherheit ohne Unsicherheit erfahren. Was kannst Du lieben lernen, die Sicherheit oder die Unsicherheit? Was davon ist bewusst in Deinem Herzen, die Sicherheit oder die Unsicherheit? Womit kannst Du gelassen umgehen, mit Sicherheit oder mit Unsicherheit, mit dem Sturm oder mit der Flaute?
Lernen tut der Mensch am meisten dort, wo er stark herausgefordert wird. Da erst erfährt sich wahre Stärke. Die Erfahrung von Stärke wird Dir alles abverlangen. Das ist das Wesen der Stärke. Liebe ist eine Kraft, die Dich an Deine Grenzen bringt oder eben in die Wahrheit Deiner Kraft.

Herausforderungen sind niemals bequem. Also betrachte all das Unbequeme mit der Größe und Kraft Deines Herzens. Ist all das Ungeliebte bewusst in Deinem Herzen? Wird es im Außen bekämpft oder öffnest Du bewusst auch Dein Herz für alles Herausfordernde, Unbequeme, Unangenehme, Unschöne, Unsichere, Unlautere?
Was davon lehnst Du ab? Mache Dir Deine Ablehnungen bewusst. Krisen machen uns oftmals genau die Gefühle bewusst, die sich durch Krisen erfahren und die wir ablehnen.
Herzöffnung beginnt genau dort, wo sich Gefühle erfahren, die wir innerlich ablehnen statt diese bewusst zu erfahren. Ablehnung ist eine anziehende Energie.
Mit allem, was der Mensch innerlich ablehnt, steht er in Resonanz, wenn er es anzieht. Das ist das Gesetz der Anziehung. Wo Ablehnung ist, da ist gerade keine bedingungslose Liebe. Heile Deine Ablehnung und die Energie Deines Bewusstseins der Liebe verändert sich. Du siehst das Leben dann ganz anders, gerade auch in und nach Krisenzeiten.

Du kannst das Gute und das Schlechte in einer Krise sehen, weil sich Gutes ständig durch Schlechtes erfährt. Doch wer liebt bewusst auch die Rückseite des Guten? Nur wer die Rückseite mit dem Herzen kennt, der kann dann auch die Vorderseite mit dem Herzen genießen. Mit dem Herzen genießen bedeutet eben auch voller Mitgefühl für beide Seiten der Medaille zu sein.
Das Gute lernst Du mehr und mehr zu schätzen, wenn Du ganz bewusst und mit Liebe durch eine Krisenzeit gehst. Dann lernst Du bewusst zu schätzen statt weiter der Furcht und Ablehnung des Schlechten zu frönen.
Das Ungeliebte wahrhaftig lieben zu lernen ist die wahre Kunst der Liebe, sonst wäre es keine Kunst.
Nach keiner Krise wird etwas so sein wie vorher, weil sich das Bewusstsein eines jeden Menschen erweitert. Jeder ist hierbei auf seiner Seelenreise. Jeder hat hierbei seine ganz eigene Wahrnehmung.

Krisen
Jeder Mensch ist ein Teil der Ganzheit und hat sein ganz persönliches Paket mit seinen Aufgaben der Liebe. Das ist der Sinn einer jeden Krise, die Liebe selbst ist der Sinn.
Der Mensch wächst mit all seinen Aufgaben und Päckchen. Die Liebe wächst dann, wenn der Mensch sich bewusst mit der Liebe als seinem Lebenssinn befasst.
Nicht zufällig findet sich überall der Hinweis: Die Liebe ist das Höchste. Sie steckt hinter allem. Deshalb ist sie bedingungslos oder anders ausgedrückt: allumfassend oder universell.
Eine Krise ist immer mit Gefühlen verbunden, die wir eigentlich vermeiden wollen. Das bedeutet, wir entbehren in einer Krise der Gefühle, die wir eigentlich wollen.
Beobachte, welche Gefühle Du gerade entbehrst. Hast Du Dir jemals Gedanken über den höheren Sinn von Entbehrungen gemacht? Kannst Du Entbehrungen oder Entsagungen lieben?
Entbehrungen sind nichts anderes als Entzug, der Entzug von geliebten Gefühlen, nach denen wir süchtig sind? Kannst Du Deine Sucht so wie den Entzug lieben? Kannst Du die Fastenzeit lieben?
Liebe ist dabei kein Gefühl, sondern ein Bewusstseinszustand.
Wenn alles in Liebe SEIN darf, dann ist SEIN. EINS-mit-allem-SEIN.
Wenn das Schicksal zuschlägt, dann empfinden wir dies oft als unbarmherzig.
Doch viele Menschen gehen mit sich selbst völlig unbarmherzig und streng um, haben höchste Ansprüche an sich und andere. Sie sehen ihre Perfektions- und Kritiksucht oftmals nicht. Perfektionssucht lehnt immer eine Seite des Lebens völlig ab. Da ist dann keine Liebe drin.

Plötzlich wandelt sich das Leben durch die bewusste Erfahrung einer Krise. Ansprüche und Sichtweisen ändern sich wieder. Viele werden (neu) geerdet und landen durch die bewusste Erfahrung von Extremen wieder in ihrer Mitte.

Perfektionssucht verlässt immer wieder die eigene Mitte im Streben nach einem Extrem, wodurch dann der entsprechende und oftmals eben ungeliebte Gegenpol ins Leben gerufen wird. In Krisen erfährt sich immer der ungeliebte Gegenpol.
Das Leben ist selbst in einer Krise vollkommen, wenn Du die Krise ganz in Dein Herz schließen kannst. Du wirst es können, weil Du die Kraft, die Güte und die Weisheit in Dir trägst.
Weisheit kommt mit der Fülle Deiner Erfahrungen.
Wer erfahren hat, der weiß. Wer nie durch eine Pandemie gegangen ist, der hat keine Ahnung. Das Leben will sich bewusst erfahren und eben auch bewusst gänzlich gefühlt werden. So wächst das Mitgefühl - durch eigene Erfahrungen.
Erfahrungen kann der Mensch dann verarbeiten, wenn er den Sinn der Liebe auch in und hinter Krisen erkennt. Liebe heilt. Erkenntnis ist Heilung.
Wer die Liebe erkennt, dessen Ablehnung wandelt sich. Wandlung ist der Sinn einer Krise, so wie Transformation, Integration, Bewusstseinserweiterung.
Ist eine Krise dann noch schlecht?
Nichts wird je wieder so sein wie vorher. Aber das soll es auch nicht.

Kommentare  
# Hans Kumpfmüller 2020-04-06 09:33
klarer gehts nicht! danke!
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