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Achtsamkeit & Meditation

Eine gestresste Mutter fragt, wie sie sich den Moment zurückerobern kann. Der Achtsamkeitslehrer Georg Lolos, die Resilienz-Expertin Romy Winter und die Autorin Doris Iding geben Antworten.

Ich bin 37 Jahre alt und Mutter eines dreijährigen Jungen. Vor der Geburt meines Sohnes habe ich viel Yoga gemacht, Meditationskurse sowie Ausbildungen absolviert, in indischen Ashrams den Müll sortiert und weisen Swamis gelauscht. Das Konzept der Achtsamkeit interessierte mich mehr und mehr. Ich las Bücher, hörte Podcasts, meditierte und übte mich im Loslassen. Wie wichtig das alles sein würde, wenn ein Kind da ist, konnte ich nur ahnen. Achtsamkeit half mir durch die Schwangerschaft, trug mich durch eine Geburt, die wie eine Urkraft durch meinen Körper tobte, und ließ mich kurze Nächte überstehen.

Gestern Abend stand ich vor einem Berg aus Wäsche, während das Nudelwasser überkochte, es an der Tür klingelte und ich bemerkte, dass das Kind neben, statt ins Töpfchen gekackt hatte. In manchen Situationen, wenn das Kind laut ist und meine Kräfte schwinden, schreie ich und verliere die Nerven. Ich habe mit mir selbst die Abmachung getroffen, das zu ändern. Natürlich habe ich zahlreiche Ratgeber gelesen, aber am Ende geht es um die Umsetzung und darum, sich in den Moment zurückzuholen. Um Achtsamkeit also. Wie können wir das als Mütter lernen und vor allem: Woher nehmen wir die Zeit?

Einer, der mir in Sachen Achtsamkeit die Augen geöffnet hat, ist der Kölner Lehrer Georg Lolos. Eine Krise führte ihn in das Kloster von Thich Nhat Hanh. Aus einer Woche wurden drei Jahre. Seitdem bringt er Menschen bei, was Achtsamkeit ist, und hat das Buch „Du bist nicht, was du denkst“ geschrieben. Seine Kurse sind mehr als reine Meditationskurse. Georg erklärt mir zuerst, dass es wichtig ist, Schritt für Schritt vorzugehen und nicht alles auf einmal zu wollen: „Stress bedeutet, deine Aufmerksamkeit ist in der Zukunft, und du willst irgendwas schnell erledigen. Es hilft, sich zu fragen, wo wir Perfektionismus loslassen und Tempo rausnehmen können. Wer sagt, dass es perfekt sein und mit kleinen Kindern schnell gehen muss? Wenn wir Stress empfinden, weil das Kind trödelt, können wir uns die Frage stellen, was das Schlimmste ist, das passieren könnte?“ Wir könnten zu spät kommen. Was für ein Drama.

Dein Glücklichsein ist ein Geschenk

Die Arbeit mit Georg ist immer auch ein bisschen Therapie, die richtig guttut. Ich frage ihn, wie das Müttern gelingen soll mit der Achtsamkeit – oft ist ja das Problem, dass wir zu wenig Zeit haben. Er schaut mich an und sagt: „Du musst verstehen, dass du die wichtigste Person in deinem Leben bist. Dein Glücklichsein ist ein Geschenk für deine Familie. Wenn du ärgerlich bist, dann ist es, als ob sie in deinem Ärger baden.“ Georg ergänzt: „Dein Hauptjob ist es nicht, Mutter zu sein. Dein Hauptjob ist es, glücklich zu sein.“ Ich denke noch lange über diesen Satz nach.

Georg

Aber wie schaffen wir es nun, die Achtsamkeit in den Alltag einzubauen? „Achtsamkeit ist ein Training. Das heißt auch, wir werden besser darin, je öfter wir es machen.“ Georgs Empfehlung für den Start in den Tag? Nicht springen, erst einmal atmen und Tempo rausnehmen. Die zweite achtsame Regel: „Wir warten nicht, wir atmen.“ Montags gehe ich mit dem Kind zum Ballkurs. Da könnte ich prima sitzen und atmen. Meist stopfe ich ein Telefonat rein. Georg ergänzt: „Es hilft, sich stets liebevoll zu beobachten, statt draufzuhauen. Der Abstand zu uns selbst ist wichtig.“ Als Mütter liegen wir oft nach einem anstrengenden Tag im Bett, haben nicht reagiert, wie wir wollten, und schlafen mit schlechten Gewissen ein. Warum ist das so? „Du hast Vorstellungen, wie es sein sollte, und die kommen irgendwo her. Als Baby haben wir ja nicht gedacht, ich sollte jetzt mal perfekter in die Windeln machen.“


Eine, die es wissen muss

Romy Winter ist dreifache Mutter, psychologische Beraterin, systemische Familientherapeutin und Autorin des Buches „Krisenfest – Das Resilienzbuch für Familien“. Für Romy ist Achtsamkeit die Entschleunigung im Alltag. Ich will von ihr wissen, wie das mit drei Kindern und einem Beruf aussieht? „Es bedeutet, die Ruhe zu genießen, im Umgang mit den Kindern bei sich selbst zu bleiben und sich rauszuziehen, um auf eine Metaebene zu kommen.“ Es geht im Gespräch mit Romy besonders um das Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse und das Fallenlassen der Ansprüche: „Wir brauchen Offenheit. Die meisten Mütter fragen erst viel zu spät um Hilfe und sind dann schon sehr erschöpft.“ Nach einer kurzen Pause fügt sie hinzu: „Es ändert sich viel, wenn Mütter sich erlauben, ‚Nein‘ zu sagen, und das eigene Leistungsbild infrage stellen.“

Georg

Romy ist Expertin auf dem Gebiet der Resilienz, der Fähigkeit, besser mit Stress umzugehen. Es geht ihr nicht nur darum, Stress abzuwehren, sondern ihn bewusst herunterzufahren. „Ein Weg ist ‚Slow Living‘. Es hilft ungemein, wenn wir das Leben vereinfachen.“ Von „Slow Living“ kommen wir zu „Slow Mothering“. Der Begriff steht dafür, sich zu erlauben, langsam in die Mutterrolle hineinzuwachsen. Das beginnt bereits in der Schwangerschaft, erklärt mir Romy. „Wir dürfen uns Stück für Stück auf das Abenteuer einlassen, ohne Erwartungen. Dazu gehören Pausen und das Eingeständnis, dass nicht alles gelingen muss.“

Romy teilt mit mir, dass es vor allem die äußeren Ansprüche sind, die Elternschaft schwer machen. Ein wichtiger Schritt ist Akzeptanz: „Wir haben es nicht in der Hand, wir können nicht alles richtig machen.“ Ich glaube, genau in dieser Akzeptanz und dem Loslassen liegt ein großer Schlüssel zum Glück. Die dreifache Mutter, der 25.000 Menschen auf Instagram folgen, ergänzt: „Das nimmt Druck raus und öffnet den Raum, und am Ende merken wir, es braucht so wenig, wenn es um Kinder geht.“


Einfach mal weniger machen

Doris Iding ist Autorin, hat zahlreiche Ratgeber zum Thema Achtsamkeit verfasst und gibt seit vielen Jahren Retreats und Workshops. Für sie bedeutet Achtsamkeit, dass wir versuchen, lebendig und offen dem zu begegnen, was gerade passiert. „Mit lebendig meine ich, dass wir nicht versuchen, perfekt zu sein. Denn das setzt viele unter Leistungsdruck.“ Doris findet nicht, dass Achtsamkeit nur für Mütter besonders wichtig ist. Es ist, und das finde ich sehr schön, für alle Menschen gleich wichtig.

Generell rät sie jungen Müttern, öfter mal das Handy aus der Hand zu legen und schlichtweg weniger zu machen. Stärker in den Moment einzutauchen. Sie sagt: „Wenn Mütter mehr bei dem sind, was sie tun, brauchen sie nicht so unter Strom zu stehen. Wenn wir mit uns selbst achtsamer sind, gehen wir auch automatisch achtsamer mit unseren Kindern um.“

Interessant ist, was sich in ihrem eigenen Leben durch Achtsamkeit verändert hat. So arbeitet die Autorin heute nur noch halb so viel wie früher: „Ich bin doppelt so effektiv, meine Beziehungen haben sich vertieft, und ich bin ich sehr glücklich mit mir selbst.“ Das klingt verlockend – weniger Arbeit, tiefere Beziehungen und innerer Reichtum. Der Weg dorthin beinhaltet auch, den Anspruch loszulassen, zu einhundert Prozent achtsam sein zu wollen. Und ganz konkret? „Beginnt in kleinen Schritten mit der Meditationspraxis. Fünf bis zehn Minuten, wenn es die Zeit zulässt. Gern auch mehr, aber lieber weniger und es in den Alltag integrieren, sodass es Teil des Lebens werden kann.“ 

Weniger ist mehr, mehr Achtsamkeit


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 118: „Zufriedenheit"

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Ich habe gelernt, dass wir reduzieren dürfen: die Gedanken, die vielen Aufgaben und Verpflichtungen und die eigenen überhöhten Ansprüche. Wenn das einmal weg ist, steht dem achtsamen Glück nichts mehr im Weg, oder? Und wir können besser auf die eigenen Bedürfnisse achten und liebevoll mit uns selbst sein. Mal ehrlich, wen kümmert es, zu spät zu kommen? Ist überkochendes Nudelwasser ein Weltuntergang? Und wer hat eigentlich dieses Rennen erfunden? Unsere Kinder bestimmt nicht.

Simone Lopez Sanchez ist Yoga- und Meditationslehrerin, freie Redakteurin und PR-Beraterin, studierte Germanistin, Coach in Ausbildung und Gastgeberin des Podcasts Personality Talks.

Foto Georg Lolos  ©  moi-toi.de, Foto Romy Winter © Birgit Dörin, Foto Doris Iding © Privat

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