Hier finden Sie einen Auszug von "Biografiearbeit: eine sinnliche Entdeckungsreise" von Kathrin Oplatka, aus Ursache\Wirkung №. 136: „Liebe & Loslassen".
Biografiearbeit kann helfen, das Leben besser zu verstehen, innerlich Frieden zu schließen und Verbundenheit zu spüren. Kreative Methoden eignen sich besonders, Erinnerungsschätze zu bergen und dem Erlebten Ausdruck zu verleihen.
Wir Menschen tragen alle einen immensen Schatz in uns: unsere persönlichen Erinnerungen. Schönes, Trauriges, Lustiges, auch Absurdes ist uns widerfahren und formt unsere einmalige Geschichte. Dieser Reichtum lässt sich mithilfe von Biografiearbeit bergen. Wir können der Motivation für unser Handeln nachgehen und vielleicht einen roten Faden entdecken. Wir dürfen uns über Dinge freuen, die uns gelungen sind oder geschenkt wurden, sowie den Schwierigkeiten, mit denen wir gekämpft haben, ihren Platz geben.
Wir anerkennen und würdigen unsere persönlichen Leistungen im Innen und Außen.
Biografiearbeit hilft bei der Sinnfindung und unterstützt uns dabei, mit der eigenen Vergangenheit Frieden zu schließen. Besonders stimmig für diesen Prozess sind kreative Methoden, die unsere Sinne ansprechen. Zum Einstieg bewährt sich das Erzählen, das den meisten Menschen leicht fällt. Mithilfe von Fotos, Tagebüchern, alten Briefen und Gegenständen lassen sich Fragen stellen, sodass Erzählungen bald ins Fließen kommen.
Ein Fenster nach dem anderen öffnet sih scheinbar wie von selbst; eine Flut von Bildern und Geschichten beginnt, aus der Erinnerungs quelle hervorzusprudeln.
Für den Austausch in Gruppen ist das moderierte Erzählcafé eine wunderbare Möglichkeit, sich und andere wertschätzend kennenzulernen. Hier darf zu einem vorgegebenen Thema erzählen, wer möchte – niemand muss. Zuhörend erfährt man vieles, das berührt und erstaunt; das Verständnis füreinander wächst. Im Erzählcafé wer den Empathie und Zusammenhalt gefördert.
Den ganzen Artikel finden Sie hier:
Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 136: „Liebe & Loslassen"
Wer gerne schreibt, kann sich für seine Autobiografie im bunten Methodenfundus des kreativen Schreibens bedienen. Ob wir dafür den Fokus auf ein bestimmtes Lebensthema, einen zeitlichen Abschnitt, eine Beziehung, ein besonderes Erlebnis oder auf den gesamten Lebensweg legen, steht uns frei. Beliebt sind zum Beispiel das Verfassen von Gedichten mit vorgegebenen Formen oder das Schreiben in der Natur.
Wir können Autobiografien in szenische Form bringen, sie filmen, tanzen und die entstandenen Produktionen öffentlich oder im privaten Kreis vorführen. Beim Schaffensprozess wird sorgfältig darüber entschieden, was nach außen sichtbar werden darf und was nicht.
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